Föhniger Herbsttag

Föhnwetter beschert uns heute einen teils windigen aber recht schönen Tag. Ideal für eine erholsame Bergwanderung. Auch der Gipfelweg am Wendelstein wurde von Mitarbeitern der Wendelsteinbahn zwischenzeitlich von Schnee und Eis befreit und ist seit gestern Mittag wieder begehbar.

Fotos: C. Hinz

Interessanter Speicherfund

Ein paar interessante Aufnahmen und Skizzierungen aus der Bauzeit der Wendelsteinbahn (1910-12), sind neulich auf einem Speicher in Hamburg aufgetaucht. Einer der Männer auf dem 110 Jahre alten Gruppenbild kann dabei noch eindeutig identifiziert werden: Der Arbeiter links mit Weste und Kabeldraht hieß Emil Henke und war beim Bau der Zahnradbahn für die elektrische Installation mit verantwortlich, was zu jener Zeit ja bekanntlich im Bergbahnbau und auch generell noch etwas ganz Neues darstellte. Schön, dass sein Nachfahre Bernd Henke die Bilder nicht achtlos entsorgte, sondern sich die Mühe machte und sie der Wendelsteinbahn für das Unternehmensarchiv zukommen ließ!

Schneemankei

Eins der Mankei am Wendelstein hat es am Wochenende nicht rechtzeitig vorm ersten Schnee in den Bau geschafft 😉 Zum Ende der Wandersaison wird die Holzskulptur am Spielgelände aber noch von den Wendelsteinbahnern abgebaut, um sie vor Witterungsschäden zu schützen. Da die Revisionsarbeiten während des corona-bedingten Betriebsstillstands vorgezogen werden konnten verlängert die Zahnradbahn übrigens heuer ausnahmsweise die Saison und ist bis 29.11.20 in Betrieb.

Foto: G. Hanisch

Themenwege am Wendelstein

Ab sofort ist der Wendelstein um fünf attraktive Wanderangebote reicher. Die offizielle Eröffnung der sog. „Wendelstein-Streifzüge“ findet am morgigen Freitag statt.

Für die Umsetzung der Themenwege Geologie, Kunst, Natur & Almwirtschaft, Wasser und Meditation und die landkreisübergreifende Zusammenarbeit erhielten die Gemeinden Brannenburg, Bayrischzell, Bad Feilnbach und Fischbachau sowie die Wendelsteinbahn gemeinsam 60 Prozent Fördermittel aus dem europäischen LEADER-Topf.

Hier gibt es mehr Infos und Bildergalerien zu den sog. „Wendelstein-Streifzügen“: https://www.wendelsteinbahn.de/wanderwege

Vsl. in der heutigen Abendschau ab 18.00 Uhr zeigt das Bayerische Fernsehen einen Beitrag über die neuen Themenwege am Wendelstein.

Seltene Perspektive

Fotograf Thomas Kujat, unterwegs im Auftrag des Chiemgau Tourismusverbands auf der Suche nach den schönsten Urlaubsmotiven zwischen Predigtstuhl und Wendelstein, gewährt uns mit dieser Aufnahme eine seltene Perspektive.

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Foto: Chiemgau Tourismus e.V., Thomas Kujat

Das Bild entstand bereits 2018, als das Wendelsteinkircherl im Rahmen von Sanierungsarbeiten eingerüstet war und Kujat – noch dazu bei hervorragender Fernsicht – das Kirchendach erklimmen konnte.

Starker Einsatz für Bergwanderer

Wind, Sonne, Frost – im hochalpinen Gelände ist die Witterung oft extrem und verursacht massive Schäden auf den Wanderwegen. In einem Gemeinschaftsprojekt der Gemeinde Bayrischzell und der Wendelsteinbahn wurden diese nun unter großem Aufwand beseitigt. Die Wendelsteinbahn sorgte für den Transport des Baumaterials. Auch ein Hubschrauber kam bei den Sanierungsarbeiten zum Einsatz, um schwerere Teile zur Baustelle zu liefern. Die handwerklichen Arbeiten übernahmen je zwei Arbeiter der Bergbahn sowie der Gemeinde. Fotos: F. Obermair

Highline-Training am Wendelstein

Gestern durften die Besucher am Wendelstein wieder eine besondere Darbietung erleben: Auf einer 70 m langen Highline zwischen Schwaigerwand und Aussichtskanzel Gacher Blick demonstrierte Slackliner Friedrich Kühne aus Bad Aibling seine enorme Konzentrationsfähigkeit und Körperkontrolle. Ein Kamerateam des WDR war auch vor Ort um einen Beitrag über den Extremsportler zu drehen.

Slackliner Friedrich Kühne am Wendelstein

Stromproduktion

Wenigstens für die Stromproduktion der Wendelsteinbahn ist der momentane Dauerregen von Nutzen.

Wasserkraftwerk der Wendelsteinbahn an der Sudelfeld-Mautstraße. Foto: P. Hofmann.

1910 wurde am Fuße des Wendelsteins in Brannenburg ein Wasserkraftwerk erbaut. Nicht nur für die Stromversorgung der Region, sondern hauptsächlich, weil die Steinbeis’sche Zahnradbahn auf den Wendelstein mit elektrischer Energie betrieben werden sollte. Und das in einer Zeit, als die Elektrotechnik und Energieerzeugung praktisch noch in den Kinderschuhen steckten und es in Brannenburg und Umgebung noch keinerlei Stromnetz gab.

Mehr Info: https://www.wendelsteinbahn.de/geschichte

Bergfahrt der Wendelsteinbahn

Eine Fahrt mit der Wendelstein-Zahnradbahn ist immer wieder eindrucksvoll, die 7,6 Kilometer lange Strecke führt durch sieben Tunnels, acht Galerien, über zwölf Brücken und zahlreiche Stützmauern.

Fotos: Sepp Kirchhuber