Schöne Pfingsten

Wir wünschen allen Besuchern schöne Pfingstfeiertage!

Wem der Sinn nach einem Gottesdienst in der höchstgelegenen Kirche Deutschlands steht kann dies während der Sommersaison jeden Sonntag um 11.00 Uhr am Wendelstein erleben.

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Unterwegs im Bauch des Wendelsteins

Sichtlich glücklich, stolz und zufrieden strahlen diese Teilnehmer der „Wendelstein inside“-Tour in die Kamera, nachdem sie unter fachkundiger Begleitung von Höhlenforscher Peter Hofmann (Bildmitte) die touristisch unerschlossenen Winkel der Wendelsteinhöhle erkunden haben. Fotos: Berthold und Elke Hauser

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Wendelstein inside Tour vom 1. Juni 2019

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Höhlenforscher Peter Hofmann auf der Suche nach Leben im Dunkel in der Wendelsteinhöhle

Gedicht zur Wendelinkapelle

Wendelinkapelle Abendrot

Foto: Claudia Hinz

D’Kapelle drobm am Wendlstoa
Gedicht von Sebastian Gerbl sen.

300 Jahr und am Anfang ganz alloa,
stehts drobm d’Kapa’in am Wendlstoa,
aus Bretta und mit Stoa erbaut,
Sie friedlich übas Land naus schaut
Ois Zeichen großer Frömmichkeit,
erbaut aus Dank von Bauersleut.

Bei Schweiß und Plag, so konn man song,
Hamms d’Bretta üban Berg nauf trong,
fürn Hl. Wendelin dem Schutzpatron
weil’s d’Rössa wieda gfundn ham.
’s war domoois g’wiss a harte Zeit,
koa Übafluss a so wie heit.

Hot Sturm und Wetta übawundn
bei Schnee und Regn, koa Schonung g’fundn.
Sie is‘ imma wieda hergricht worn, von Leut
nach Schaden durch den Zahn der Zeit.
Sie stehts jiatzt drobm, so fein und sauber
und fängt uns ei, mit seinem Zauber.
Als Zeichen gilts weitum bekannt,
ein Kleinod fürs ganz Bayernland.

Höhlenforscher am Wendelstein

In den Wintermonaten ist die Wendelsteinhöhle wegen Vereisung, Schnee und nicht zuletzt aus Naturschutzgründen für Besucher geschlossen. Fledermäuse verbringen dort in der Abgeschiedenheit und Ruhe der Höhle ihren Winterschlaf. Im Auftrag der Naturschutzbehörde unternahmen zwei erfahrende Höhlenforscher am vergangenen Wochenende eine Fledermauszählung und mussten sich dazu den Eingang in die Wendelsteinhöhle erst einmal mühsam freischaufeln (Foto).

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Foto: Gertrud Keim

Der viele, innerhalb kurzer Zeit gefallene Schnee im Januar habe den Eingang komplett dicht gemacht, so dass so gut wie kein Luftaustausch stattfand und die Höhle in den vorderen Teilen nicht wie sonst üblich heruntergekühlt wurde, so Höhlenforscher Werner Zagler. Aus diesem Grund finde man in der Höhle bisher kaum Eisbildungen vor, folgert der Experte. „Dadurch, dass es während des Tages sehr warm war, war die Höhle tropfnass“, berichtet Zagler weiter. Im Schauhöhlenbereich wurden bei der Forschungstour keine Fledermäuse gesichtet. Erst im unerschlossenen Teil der Wendelsteinhöhle dokumentierten die Höhlenforscher zwei „Große Mausohren“ und eine „Bartfledermaus“. Im sog. neuen Teil werden weitere Exemplare vermutet, daher werden Bergsteiger dringend darum gebeten, die Höhle derzeit nicht zu betreten.

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„Großes Mausohr“ in der Wendelsteinhöhle. In den Wintermonaten halten die Fledermäuse dort ihren Winterschlaf ab. Bei jeder Störung verbrauchen die Tiere überlebensnotwendige Energiereserven.

Patrozinium

Am Sonntag, 26. August 2018 feiert Deutschlands höchst gelegene Kirche am Wendelstein Patrozinium. Der Festgottesdienst beginnt um 11.00 Uhr und wird von Prälat Peter Neuhauser zelebriert. Der Brannenburger Kirchenchor sowie Bläser umrahmen die Messe musikalisch. Bei schönem Wetter findet der Gottesdienst im Freien statt, genau wie das anschließend geplante Standkonzert der Musikapelle Brannenburg.

Wendelsteinkirche_Foto Thomas Kujat

Foto: Thomas Kujat