Herrlich weiß

Quelle: https://www.foto-webcam.eu/

Der Wendelstein präsentierte sich heute wieder im herrlichsten Winterkleid. Der Lawinenwarndienst meldet für seinen Messpunkt am Soin inzwischen 44cm und heute Nacht bis Freitag soll es erneut schneien. Leider sehen die Temperaturen in der nächsten Woche erst einmal eher nach Frühling aus … 😦

Sonnige Woche am Wendelstein

Foto: Claudia Hinz

Rechtzeitig zur Adventszeit verfügt der Talort Bayrischzell über eine – zwar dünne, aber optisch schöne – weiße Schneedecke. Mit aktuell zwei Zentimetern ist diese freilich noch ausbaufähig 😉 Lt. Wetterbericht erwartet uns am Wendelstein noch eine sehr sonnige Woche. Die Seilbahn fährt ab 9.15 Uhr halbstündlich. Letzte Talfahrt in den Wintermonaten ist um 16.00 Uhr. Die Revisionsarbeiten der Zahnradbahn in Brannenburg dauern noch bis einschl. Mittwoch, 18. Dezember.

Täglich aktuelle Betriebs-/Wetterinfo unter http://www.wendelsteinbahn.de/wetter

Morgenrot, Schlechtwetterbot‘

Morgenrot, aufgenommen von der Webcam Wendelstein Ost

Heute Morgen zeigte sich über dem Wendelstein ein leuchtendes Morgenrot, wie auf den Webcambildern wunderschön zu sehen. Nach einem kurzen sonnigen Intermezzo zum und kurz nach Sonnenaufgang zog es jedoch zu und der Tag präsentierte sich  trüb und regnerisch.

»Morgenrot, Schlechtwetter droht, Abendrot, Schönwetterbot« – so oder so ähnlich wird in vielen Bauernregeln das Morgen- und Abendrot als Indiz für eine Wetteränderung gesehen. Solche Wetterregeln beruhen oft auf jahrelanger Himmelsbeobachtern von Landwirten. Und tatsächlich bringen feuchte Luftmassen am Morgen durch Sonneneinstrahlung und Thermik häufig Regen.

Generell entsteht ein Morgen- oder Abendrot, wenn sich viele Wassertröpfchen in der Atmosphäre befinden, die bei tief stehender Sonne alle kurzwelligen Farben des Sonnenspektrums herausfiltern. Nur das langwellige Rot spiegelt sich an den Wolken wider.  Das passiert allerdings nur, wenn der Himmel dort, wo die Sonne auf- oder untergeht klar ist.

Das bedeutet für das Morgenrot ganz konkret: Die Sonne geht im Osten auf – dort ist der Himmel klar. Von Westen ziehen allerdings Wolken auf – die von der Sonne angestrahlt werden. Meist sind kompakte Wolkenfelder Vorboten für eine Schlechtwetterfront und es zieht oft recht schnell zu. Diese Bauernregel hat eine sehr hohe Trefferquote, nur bei Föhnwetterlagen wird sie meist außer Kraft gesetzt.

Morgenrot über dem Wendelstein, aufgenommen von der Webcam Irschenberg

Inversionswetterlage

Ab heute sind die Wendelsteinbahnen wegen der turnusmäßigen Revisionsarbeiten außer Betrieb. Die Seilbahn fährt vsl. ab 30.11. wieder, die Zahnradbahn erst ab 19.12.

Quasi zur Überbrückung hier zwei wunderbare Fotografien von Detlef Dehn, aufgenommen am 31.10. am Wendelstein, wo bei klassischer Inversionswetterlage ein besonders schönes Licht zum Fotografieren herrschte.

Panoramabild vom Wendelstein am 31.10.19. Foto: Detlef Dehn

Innenaufnahme Wendelsteinkirche am 31. 10.19. Foto: Detlef Dehn

Wendelsteingeister

Wendelsteinschatten vor dem Gipfel, aufgenommen vom Wildalpjoch. Foto: Helmut Unbehauen

Auch auf dem Wendelstein spukt es manchmal und das nicht nur zu Halloween. Neben den Glorien-umringten Brockengespenstern in Sonnengegenrichtung sieht man manchmal auch in Richtung der Sonne seltsame Schatten und Gestalten. Diese sind dann zu finden, wenn sich die Sonne genau in Sichtrichtung hinter einem Berg versteckt und davor Nebelfetzen ziehen. Der Beobachter steht dabei im Schattenbereich der Gipfelhindernisse und müsste diesen normalerweise hinter sich auf den Boden abgebildet bekommen. Da sich hier aber auch unterhalb des Gipfels eine Leinwand befindet, bestehend aus den Wassertröpfchen der Nebelfetzen, wird der Schatten des Gipfels oder der Menschen darauf abgebildet.

Menschenschatten über dem sonnenbedeckenden Felsen. Fotos: Claudia Hinz