Altocumulus

Foto: M. Ostertag

Das Wendelsteinhaus auf 1.724 m heute früh mit Altocumulus-Wolken-Stimmung. Altocumulus tritt in mittleren Atmosphärenschichten in Form von weißen oder grauen Flecken, Feldern oder Schichten in 2,5 bis 6 km Höhe auf. Leider kündigen die Schäfchenwolken in der Regel schlechtes Wetter an. Festgehalten von Markus Ostertag. Herzlichen Dank für den Beitrag zum Wendelsteinblog!

Zartes Purpurlicht über dem Wendelstein

Purpurlicht über dem Wendelstein. Foto: Michael Schmuck

Gestern Abend fotografierte Michael Schmuck von Feldkirchen ein zartes Purpurlicht über dem Wendelstein.

Im Gegensatz zu Morgen- oder Abendrot an Wolken ist Purpurlicht als zarter purpurfarbener Lichtschein bei wolkenlosem klarem Himmel zu sehen. Wenn die Sonne 2-6° unter dem Horizont steht, wird das Sonnenlicht von kleinsten Staubpartikeln in der Stratosphäre gestreut. Je mehr dieser Aerosole vorhanden sind, desto intensiver ist das Purpurlicht. Vermutlich ist derzeit noch ein Rest Saharastaub in der Atmosphäre, was dieses zarte Rot erzeugt hat.

Gruß aus der Sahara

Erst kam der Staub, dann der Sandregen. Quelle: Webcam Fischbachau/Schwarzenberg

Sicher ist Einigen gestern die gelborange wolkenartige Schicht aufgefallen, die vor allem am Nachmittag den Himmel und die Sicht stark trübte. Das ist ein Gruß aus der Sahara, ein ziemlich heftiger sogar. Ein heftiges Tiefdruckgebiet verursacht starke Winde, die mit einer straffen Süd- bis Südwestströmung in der Höhe den Wüstenstaub von Afrika nach Europa transportieren. Auf der Animation des österreichischen Wetterdienstes ZAMG kann man diesen Staubtransport wunderbar sehen, aber auch, dass der Sand uns bis mind. Freitag erhalten bleibt.

Starker Sichtrückgang durch Saharastaub. Quelle: Webcam Bad Endorf

Der in der Nacht hinzugekommene Regen wäscht die Staubpartikel aus der Luft und färbt sich bräunlich-rot. Auf allen Außenflächen bilden sich Ablagerungen, besonders bei Autos ist hierbei Vorsicht geboten. Den Sahara-Staub unbedingt mit Wasser abwaschen! Wer mit einem Tuch wischt, riskiert, dass die feinen Sandkörner Kratzer hinterlassen. (ch)

Halos über den Chiemgauer Alpen

Halophänomen über den Chiemgauer Alpen. Foto: Volker Eschenbach

Zwischen zwei Hochdruckgebieten mit viel Sonne haben sich heute ein paar Wolken ins Wettergeschen eingeschmuggelt. Bereits in der Nacht waren hohe Cirrostratuswolken aufgezogen. Diese bestehen aus kleinsten Eiskristallen und wenn diese optimal ausgebildet sind, kann sich das Licht darin zu unterschiedlichen Lichtkreisen und -flecken am Himmel brechen oder spiegeln. Von diesen so genannten Halos sind circa 50 verschiedene Arten bekannt, von denen die meisten auf dieser Seite vorgestellt werden. Treten 5 Haloarten gleichzeitig auf, spricht man von einem Halophänomen.

Mindestens 6 Haloarten konnte heute Vormittag Volker Eschenbach über den Chiemgauer Alpen beobachten und im Bild festhalten. Neben dem 22°-Ring sind noch beide Nebensonnen vorhanden, durch die der Horizontalkreis verläuft. Zudem noch oberer Berührungsbogen, in welchem ein Parrybogen gebettet ist und die auf dem Bild nur schwach erkennbaren beidseitigen Infralateralbögen. Solch ein Halophänomen kann man nur wenige Male im Jahr beobachten und es ist immer wieder phantastisch anzuschauen.

Stürmisch

Blick über den stürmischen Chiemsee zum Wendelstein. Foto: Volker Eschenbach

Die letzten Tage zogen zwei Orkantiefs über Mitteleuropa hinweg und s war sehr stürmisch. Volker Eschenbach konnte das stürmische Wetter mit einem Blick über den aufgewühlten Chiemsee zum Wendelstein wunderbar festhalten. Aufgenommen wurde das Bild am 17.02.22 um 10:30 Uhr vom Strandbad Seebruck. Vielen Dank dafür!

Schnee

Schneeberäumung auf dem Wendelstein. Fotos: Sepp Kirchhuber

In der letzten Woche hat es viel geschneit und die Mitarbeiter der Wendelsteinbahn mussten mehrfach die Terrasse vom Schnee befreien.

1,60 Meter zeigt inzwischen die Messstelle des Lawinenwarndienstes. Leider wurde der Schnee von Sturm NADIA mit 150km/h stark verblasen, so dass die Lawinenwarnstufe auf 4 hochgesetzt wurde. Skifahrer müssen sich deshalb weiter gedulden und können den aktuellen Stand unter www.wendelsteinbahn.de/wetter abrufen.

Nach dem Sturm

Aufgrund starker Sturmböen war die Wendelstein-Seilbahn in den letzten Tagen außer Betrieb. Die folgenden Bilder von der Bergstation geben einen Eindruck, wie heftig es auf rund 1.800 m zuging.

Der Wendelstein gilt seit jeher als einer der Spitzenreiter in Sachen Windgeschwindigkeiten. Eine der Höchstgeschwindigkeiten, welche bspw. 1999 bei Orkantief „Lothar“ am Wendelstein gemessen wurde, lag bei 259 km/h.