Seltsamer Vogel

Diesen seltsamen Wolkenvogel sichtete Ursula Kuchler am Abend des 16. August über dem Wilden Kaiser. Was ist das nur für einer?

Eigentlich handelt es sich hier um Föhnfische. Solche Föhnwolken, auch Lenticularis genannt, entstehen, wenn die Luft über den Bergen angehoben wird. Beim Überströmen der Berge kann es dabei zu kräftigen Luftturbulenzen kommen. Man kann es sich vielleicht besser vorstellen, wenn man gegen ein Blatt Papier bläst. Das Rauschen und Zischen, das man beim Blasen hört, ist die kleine Ausgabe der Turbulenzen am Bergkamm. Innerhalb solcher Schwingungen kann die Luft wieder hochgehoben und dabei erneut abgekühlt werden, so dass der in ihr noch enthaltene Restwasserdampf auskondensiert. Dabei entstehen die langen, schlanken, fischartigen Föhnwolken. In diesem Fall hat sich aber ein senkrechtes Wölkchen vor den Föhnfisch platziert und gibt ihm so den Anschein, als habe er Flügel 😉

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Es herbstelt

Herbststimmung. Foto: Claudia Hinz

So langsam wird es herbstlich auf dem Wendelstein. Der Berg erwachte heute Morgen bei nur 3°C. Auf der Zugspitze hatte es bei -5,7°C sogar geschneit. Am Wochenende wird es zwar vorübergehend nochmals warm, aber der Herbst ist wohl nun nicht mehr aufzuhalten.

Letzter Schnee auf dem Wendelstein

In der letzten Woche wurde der bisherige Hitzerekord von 40,3 Grad, gemessen im unterfränkischen Kitzingen im Jahr 2015, gleich mehrfach gebrochen. Lingen im Landkreis Emsland im Westen von Niedersachsen registrierte unglaubliche 42,6°C!

Im Landkreis Rosenheim war es mit „nur“ 34°C nicht ganz so heiß. Noch besser dran waren aber all jene, die den Tag auf dem Wendelstein verbrachten. Mit 26°C war es dort nicht nur herrlich kühl, sondern oben liegt, gut versteckt in einer Senke hinter dem Wendelstein-Hotel, sogar noch ein Schneerest aus dem letzten Winter. 🙂

Schneerest aus dem letzten Winter. Foto: Claudia Hinz

Höhepunkt der Hitzewelle

Die über dem Chiemsee aufgehende Sonne beschert einen neuen Sommertag. Foto: Claudia Hinz

Gestern ging die erste große Hitzewelle des Jahres ihrem Höhepunkt entgegen. Zwischen einem umfangreichen Tiefdruckkomplex über dem nahen Nordostatlantik und kräftigem Hochdruck über Mittel- bzw. Osteuropa wurde heiße bis sehr heiße Subtropikluft aus dem Norden Afrikas und der Sahara zu uns geführt. In den Tälern wurden Temperaturen bis 35°C (Rosenheim) gemessen. Auf dem Wendelstein gab es mit 25,7°C einen seltenen Sommertag (Maximum ≥25°C).

Sommertage sind auf dem Wendelstein sehr selten. von 1951 bis zur Schließung der Wetterwarte im September 2012 wurden gerade einmal 8 Sommertage registriert, im Juni gab es jedoch bisher noch keinen einzigen. Das bisherige Junimaximum wurde am 18.06.2002 mit 24,3°C gemessen.

Während im Großteil von Deutschland die Hitze letzte Nacht durch eine Kaltfront ausgeräumt wurde, bleibt sie am Alpenrand noch bis Montag erhalten. Am Sonntag könnten die Temperaturen noch höher steigen. Da hilft nur eins … rauf auf die angenehm temperierten Berge … 😉

Abendrot an Gewitterresten

Gestern Abend kamen aus dem österreichischen Inntal einige Gewitterreste herübergeweht und sorgen für eine atemberaubende Abendstimmung. Michael Schmuck konnte diese von Feldkirchen-Westerham festhalten. Aber auch auf den Webcams konnte man den Verlauf gut verfolgen.

Wendelstein Wendelstein-WestWebcam Irschenberg mit Blick zum Wendelstein Webcam Hochries West mit Blick zum Wendelstein Webcam Bad Endorf mit Blick über den Simssee zum Wendelstein Webcam Chiemsee mit Blick zum Wendelstein

Sonniger Vatertag

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Für unsere Väter schien heute das erste Mal seit längerer Zeit wieder die Sonne auf dem Gipfel. Quelle: foto-webcam.eu

Nach zahlreichen Regen- und auf dem Gipfel auch zeitweise Schneetagen hat sich heute am Feiertag endlich die Sonne wieder blicken und die Temperaturen bis auf 6°C ansteigen lassen. Mit dem meteorologischen Sommerbeginn am Samstag werden nun auch die Temperaturen sommerlich, so dass es den vor allem an den Nordhängen noch großflächigen Schneeresten hoffentlich bald an den Kragen geht und auch die Wandersaison beginnen kann.

Abschied vom Winter

Schneemann

Ein letzter Schneemann verabschiedet den Winter. Foto: Claudia Hinz

Mit der heutigen Kalten Sophie verabschieden sich nicht nur die Eisheiligen, sondern hoffentlich auch endgültig der Winter. Denn so langsam wollen auch am Berg endlich die Frühlingsblumen blühen und die Wandersaison einleiten. Petrus gibt sich auf jeden Fall Mühe und lässt die Gipfeltemperaturen bis zum Wochenende auf über 10 Grad ansteigen. Und sollten die Vorhersagemodelle recht behalten, wird das bis zum Monatsende – wenn auch ab kommender Woche wieder etwas wechselhafter – so bleiben.