Föhn

Föhniges Abendrot über dem Wendelstein. Quelle: foto-webcam.eu

Während heute der Goldene Oktober deutschlandweit zur Höchstform auflief und Temperaturen bis 27°C brachte, zogen am Alpenrand Wolken auf. Seltsamerweise waren es Föhnwolken. Und Föhn bringt normalerweise höhere Temperaturen als in der Umgebung. Leider war es aber so, dass die Wolken zum Teil so dicht waren, dass die wärmende Sonne nicht hindurch kam. Dennoch sorgten die Föhnwolken für atemberaubende Stimmungen, die die Webcams rund um den Wendelstein zeigten.

Quelle: foto-webcam.eu

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Morgendliche Nebelstimmung

Nebelstimmung und Morgenrot in Richtung Wendelstein. Foto: Michael Schmuck

Diese schöne Nebelstimmung mit Morgenrot in Richtung Wendelstein konnte Michael Schmuck am letzten Freitag von seinem Lieblingsaussichtspunkt in Kleinhöhenrain bewundern. Unten waberte der Nebel, dann kam langsam das Morgenrot und kurz nachdem die Sonne über den Bergen Richtung Salzburg aufging, wurden die Nebelfelder noch einmal in schönen leichten Rottönen angestrahlt.

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Morgenrot mit Lichtsäule. Foto: Michael Schmuck

Altweibersommer in Sicht

Traumhafter Altweibersommer auf dem Wendelsteingipfel. Foto: Claudia Hinz

Am Wochenende hat das Mittelmeertief HANS für reichlich Regen und oberhalb 1700 Meter auch für Schnee gesorgt. Auch auf dem Wendelstein hat es kurzzeitig den ersten Schnee des Jahres gegeben. Doch nun ist das Tiefdruckgebiet nach Norden abgezogen und macht Platz für ein Zwischenhoch, welches uns ab Morgen bis mindestens Sonntag viel Sonnenschein und spätsommerliche Temperaturen bringt. Selbst auf dem Gipfel des Wendelsteins könnten am Sonntag nochmals knapp 20°C erreicht werden.

Erster Schnee

Schnee am Nordhang des Wendelsteins.

Auf dem Wendelsteingipfel gab es heute Vormittag bei Temperaturen um den Gefrierpunkt den ersten Schnee. Zwar ging der Schneefall später in Regen über, so daß alles schnell wieder ergrünte, aber dennoch ist der erste Schnee immer etwas besonderes 🙂

Purpurlichter durch Waldbrände

Purpurlicht nach Sonnenuntergang. Quelle: foto-webcam.eu

Den ganzen Sommer über waren sie immer wieder zu sehen und zur Zeit sind sie wieder besonders intensiv: Purpurlichter.

Im Gegensatz zu Morgen- oder Abendrot an Wolken ist Purpurlicht als zarter purpurfarbener Lichtschein bei wolkenlosen klaren Himmel zu sehen. Wenn die Sonne 2 bis 6° unter dem Horizont steht, wird das Sonnenlicht von kleinsten Staubpartikeln in der Stratosphäre gestreut. Je mehr dieser Aerosole vorhanden sind, desto intensiver ist das Purpurlicht. Zudem dienen sie als Leinwand, um darauf Schatten weit entfernter Berge oder Wolken strahlenartig abzubinden.

In diesem Sommer setzten leider zahlreiche Waldbrände vor allem in Kanada und Sibirien Aerosole frei, die sich seitdem über die gesamten Nordhemisphäre verbreiten. Erfahrungen aus den letzten Jahren zeigen, dass diese lange erhalten bleiben können und es noch Wochen nach den Waldbränden zu ungewöhnlich intensiven Purpurlichtern kommen kann.

Seltsamer Vogel

Diesen seltsamen Wolkenvogel sichtete Ursula Kuchler am Abend des 16. August über dem Wilden Kaiser. Was ist das nur für einer?

Eigentlich handelt es sich hier um Föhnfische. Solche Föhnwolken, auch Lenticularis genannt, entstehen, wenn die Luft über den Bergen angehoben wird. Beim Überströmen der Berge kann es dabei zu kräftigen Luftturbulenzen kommen. Man kann es sich vielleicht besser vorstellen, wenn man gegen ein Blatt Papier bläst. Das Rauschen und Zischen, das man beim Blasen hört, ist die kleine Ausgabe der Turbulenzen am Bergkamm. Innerhalb solcher Schwingungen kann die Luft wieder hochgehoben und dabei erneut abgekühlt werden, so dass der in ihr noch enthaltene Restwasserdampf auskondensiert. Dabei entstehen die langen, schlanken, fischartigen Föhnwolken. In diesem Fall hat sich aber ein senkrechtes Wölkchen vor den Föhnfisch platziert und gibt ihm so den Anschein, als habe er Flügel 😉