Webcambilder Oktober I

Bevor der Winter kommt, hier noch die schönsten Webcambilder der spätsommerlich geprägten ersten Oktoberhälfte. Quelle: foto-webcam.eu

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Letzte warme Herbsttage

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Am Wendelstein sind die letzten warmen Herbsttage angebrochen. Bis Samstag wird es auf dem Gipfel nochmals Temperaturen im zweistelligen Bereich geben, bevor es dann mit der Temperatur steil nach unten in Richtung Winter geht. Zwar ist kein Schnee in Sicht, aber die Höchstwerte werden ab Mitte kommender Woche unter dem Gefrierpunkt liegen.

Da wegen Revisionsarbeiten die Seilbahn erst zum 24.11. und die Zahnradbahn zum 21.12. wieder auf den Gipfel fahren, kommt man derzeit nur zu Fuß auf den Berg. Aber das herrliche Wetter und die guten Sichtweiten laden auf jeden Fall zum Wandern ein.

Wanderung vom Sudelfeld über die Wendelsteinalmen auf den Gipfel. Fotos: Claudia und Wolfgang Hinz

Wendelsteinbahner trainieren Erste Hilfe

Jedes Jahr während der Revision der Bergbahnen kommt die gesamte Belegschaft der Wendelsteinbahn einmal zusammen, um Erste Hilfe Maßnahmen zu trainieren. Am vergangenen Donnerstag wurden im Bergwachthaus Brannenburg unter fachkundiger Leitung des BRK die Herz-Lungen-Massage mit und ohne Einsatz eines Defibrillators geübt. Auch das Anlegen von Druckverbänden bei stark blutenden Wunden sowie die stabile Seitenlage wurden demonstriert und besprochen. Das BRK lobte die Wendelsteinbahn für die regelmäßige Durchführung der Schulung, denn nur so können sich potentielle Ersthelfer für etwaige Ernstfälle rüsten und Leben retten.

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Föhn

In den letzten Tagen sorgte Föhn nicht nur für warme Temperaturen, sondern Föhnwolken für atemberaubende Sonnenauf- und Untergänge. Einen dieser herrlichen Sonnenuntergänge konnte Michael Schmuck in Feldkirchen aufnehmen:

Solche Föhnwolken, auch Lenticularis genannt, entstehen, wenn die Luft über den Bergen angehoben wird. Beim Überströmen der Berge kann es dabei zu kräftigen Luftturbulenzen kommen. Man kann es sich vielleicht besser vorstellen, wenn man gegen ein Blatt Papier bläst. Das Rauschen und Zischen, das man beim Blasen hört, ist die kleine Ausgabe der Turbulenzen am Bergkamm. Innerhalb solcher Schwingungen kann die Luft wieder hochgehoben und dabei erneut abgekühlt werden, so dass der in ihr noch enthaltene Restwasserdampf auskondensiert. Dabei entstehen die langen, schlanken, fischartigen Föhnwolken. Der zerzauste und ausgefranste Rand erklärt sich aus ihrer Entstehungsweise. Bei Föhn sind sie auch bei starkem Wind ortsfest, d.h. die Luft strömt durch die Wolke hindurch.

01.11.2018 – Scharfe Wolkenkante

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Scharfe Wolkenkante, aufgenommen von der Webcam Bad Endorf in Richtung Wendelstein. Quelle: foto-webcam.eu

Am Donnerstag an Allerheiligen zeigten die Webcams eine scharf abgegrenzte Wolkenkante mit einer sehr guten Fernsicht in der wolkenfreien Zone. Solche markant abgegrenzten Wolkenzonen kennt man von Föhn, nur war der an diesem Tag nicht vorhanden. Der Blick auf das Satellitenbild verrät zudem, dass sich diese Wolkenkante von Norddeutschland bis nach Algerien über mehr als 2000 km Länge erstreckt!!!

Kurz nach Sonnenuntergang gab es an den Wolken ein kurzes, aber sehr intensives Abendrot, wie man auf der Chiemsee-Webcam sehen kann.

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Abendrot an der Webcam Übersee in Richtung Wendelstein. Quelle: http://www.addicted-sports.com/

Ursache war das Eindringen trockener Stratosphärenluft in die obere Troposphäre, was durch den Jet Stram bedingt war. Genau ist dieses seltene Wetterphänomen hier erklärt.