Ganz entspannt

Heute an Mariä Himmelfahrt darf man es wohl getrost mal ein bißl ruhiger angehen lassen. Die Familie am Bild macht’s vor und hat beim Spielgelände am Wendelstein ganz entspannt auf der „Dohle“ Platz genommen. Wir wünschen einen schönen Feiertag!

Mehr Infos: https://www.wendelsteinbahn.de/spielgelaende

Foto: Thomas Kujat, www.bergfotografen.com

Sitzgruppe Dohle mit Wendelsteinkirche Foto Kujat

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Cumulnimbus – die Gewitterwolke

Kürzlich erreichte uns die Frage, ob es sich auf diesem Webcambild von Irschenberg in Richtung Wendelstein um eine Ambosswolke handelt. Ja, man sieht auf dem Bild sehr gut den Eisschirm in Ambossform, der charakteristisch für eine Gewitterwolke ist.

Gewitterwolken entwickeln sich aus Quellwolken (Cumulus), die bei Sonneneinstrahlung und hoher Luftfeuchte durch Verdunstung entstehen. Bei einer labilen Schichtung quellen sie immer weiter in die Höhe und die oberen Wolkenteile sehen oft aus wie ein riesiger Blumenkohl. Wächst ein Cumulus bis in das hohe Wolkenstockwerk auf 6.000 Meter Höhe hinauf, so beginnt der obere Teil der Wolke langsam zu vereisen. Das erkennt man daran, dass die erst scharfen Ränder allmählich diffus werden. Ab diesem Zeitpunkt ist die zum Cumulonimbus calvus herangewachsene Wolke in der Lage, Niederschlag zu produzieren.

Das Wachstum geht solange weiter, bis der Cumulonimbus entweder eine Inversion oder gar das Ende der Troposphäre erreicht hat. Von da an breitet sich die Wolke immer mehr horizontal aus und der obere Teil nimmt die Form eines riesigen Ambosses an. Damit besteht die Wolke nur noch im unteren Teil aus Wasserdampf; im oberen Teil ist sie eine reine Eiswolke mit Temperaturen unter minus 25 Grad geworden. Ihre Ränder werden langsam immer faseriger. Fachgerecht ist die Wolke jetzt ein Cumulonimbus capillatus, bildet heftige Schauer und häufig auch Gewitter mit Sturmböen aus. In diesem Zeitraffer auf Youtube kann man die Entwickling wunderbar sehen.

Über die Intensität des Wetters unter einem Cumulonimbus entscheidet vor allem die vertikale Höhe einer solchen Wolke. Im Winter erreichen sie oft nur eine Höhe von 4.000 bis 5.000 Meter und bringen meist nur Schauer oder kurze Gewitter. Im Sommer liegt die Nullgradgrenze höher und die Sonneneinstrahlung sorgt bei labiler Luftschichtung für einen starken Auftrieb, so daß die Cumulonimben manchmal bis zum Ende der Troposphäre in etwa 10.000 Metern hochwachsen können und dann schwere Sommergewitter oder gar Unwetter bringen.

Nachdem die Wolke ihren Höhepunkt überschritten hat, lassen Schauer und Gewitter langsam nach und der Cumulonimbus löst sich von unten nach oben hin allmählich auf (nachlassender vertikaler Antrieb). Der Amboss wird durch die Höhenwinde ausgeweht und nimmt immer mehr das faserige Aussehen von Cirrus an. Letztendlich bleibt nur noch der Eisschirm übrig, der noch lange erhalten bleiben kann, bis er schließlich immer dünner wird und sich auflöst.

Nachfolgend das Leben und Sterben eines Cumulonimbus in Bildern.

Fotoshooting am Wendelstein


Blick hinter die Kulissen: Aktuelle Fotos von der neu gestalteten Bergstation und vom Spielgelände am Wendelstein sind für Werbezwecke unabdingbar, deshalb wurde heute nochmals bei schönstem Wetter fleißig geknipst. Dank leichtem Föhn war dabei auch die Fernsicht am Vormittag noch recht gut. Schon früh um 7.00 Uhr ging es für Fotograf und Model-Familie per Güterzug hinauf zum Wendelstein. Ein echtes Erlebnis für alle, da man um diese Zeit Gämsen und Murmeltiere erspähen kann. Oben angekommen ging’s auch gleich los. Bei heftigem Wind wurde für die Kamera gerutscht, geklettert und posiert, was das Zeug hält. Über 2.000 x löste der Fotograf aus, eine Auswahl davon gibt es sicher demnächst auf Internetseite und Prospekten der Wendelsteinbahn zu sehen.

Laue Nächte der Sternschnuppen

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Perseid am Abend des 06.08.2018. Foto: Wolfgang Hinz

Vom 17. Juli – 28. August kreuzt die Erde die Bahn des Kometen Swift-Tuttle. Die Kometentrümmer treten in die Erdatmosphäre ein und erzeugen beim Verglühen wunderschöne Sternschnuppen. Das Maximum wird in der Nacht vom Sonntag, 12. August auf den Montag, 13. August 2018 erreicht. Sollte das Wetter mitspielen, gibt es nur zwei Tage nach Neumond die perfekten Lichtbedingungen, um auch schwächere Sternschnuppen sehen zu können. Doch auch in den Nächten davor und danach werden Hunderte der meist millimeterkleinen Gesteinsbrocken mit 60 Kilometern pro Sekunde, das sind 216.000 Kilometer pro Stunde, in die Erdatmosphäre eintreten und in 80 bis 100 Kilometer Höhe durch die Reibungshitze verglühen.

Der Radiant, also der Punkt, aus dem die Sternschnuppen kommen, ist das Sternbild Perseus (siehe Karte). Es ist in Mitteleuropa zirkumpolar, das heißt es geht die gesamte Nacht über nicht unter. Somit sind die Perseiden auch schon zu Beginn der Nacht zu sehen. Allerdings können am Abendhimmel nur wenige Meteore beobachtet werden, denn der Beobachter befindet sich zu dieser Zeit auf der dem Partikelstrom abgewandten Seite der Erde und der Radiant liegt noch sehr flach über dem Horizont. Ab etwa Mitternacht steht er genügend hoch über dem Osthimmel. Die hellsten Meteore sind aber in Gegenrichtung zu beobachten, da dort die zu sehen sind, die in flachem Winkel in die oberen dünnen Atmosphärenschichten eintreten und dadurch sehr langsam verglühen.

Blick über die Reindler Almen

Die Reindler Almen mit Breitenstein, fotografiert heute Mittag aus dem Führerstand der Wendelstein-Zahnradbahn. Nach etlichen diesigen Tagen ist die Fernsicht am Wendelstein heute erstmals wieder etwas besser, auch die Hitze lässt sich auf rund 1.800 m aktuell immer noch deutlich leichter ertragen als im schwül-heißen Tal.

Foto: cs