Salamanderbesuch

Mittwoch morgens um 7.45 Uhr am Talbahnhof der Zahnradbahn in Brannenburg. Der Dienst hat noch gar nicht offiziell begonnen, trotzdem wartet schon der erste Gast am Bahnsteig 😉

Foto: T. Zaißerer

Feuersalamander leben typischerweise in größeren Laub- und Mischwaldgebieten mit naturnahen Bachläufen und sind vor allem bei Regenwetter und nachts aktiv.

Einen noch größeren Alpensalamander gibt es übrigens an der Bedarfshaltestelle Aipl am Wanderweg zur Mitteralm zu bestaunen:

Foto: A. Mittermeier

Sonn-Tag

Foto: A. Aumüller

Recht wechselhaft präsentierte sich das letzte Wochenende mit Regen, Schnee und Kälte am Samstag und Sonnenschein pur am Sonntag. Das Bild zeigt den Wendelsteingipfel und Hochsalwand im Winterkleid, aufgenommen am Sonntag, 27. September von Anton Aumüller aus Brannenburg. Rechts im Foto der Turm der Kirche St. Leonhard in Nußdorf am Inn.

Schneemankei

Eins der Mankei am Wendelstein hat es am Wochenende nicht rechtzeitig vorm ersten Schnee in den Bau geschafft 😉 Zum Ende der Wandersaison wird die Holzskulptur am Spielgelände aber noch von den Wendelsteinbahnern abgebaut, um sie vor Witterungsschäden zu schützen. Da die Revisionsarbeiten während des corona-bedingten Betriebsstillstands vorgezogen werden konnten verlängert die Zahnradbahn übrigens heuer ausnahmsweise die Saison und ist bis 29.11.20 in Betrieb.

Foto: G. Hanisch

Der erste Schnee

Nach dem herrlichen Spätsommer hat das Wetter nun umgeschlagen. Schuld ist ein Tiefdruck-Trio, bestehend aus dem Skandinavientief VALENTINA, dem Ostseetief WICCA und dem Mittelmeertief XYLA. Nordische Kaltluft prallt auf feuchtwarme Luftmassen aus dem Mittelmeer, was vor allem in den Alpen zu ergiebigen Niederschlägen führt. Diese gehen in der kommenden Nacht bis auf etwa 1000 Meter Höhe in Schnee über. Auf dem Wendelstein ist es bereits heute weiß geworden und die gestern noch blühenden Enziane sind heute bei Temperaturen um -3°C tiefgefroren.

Aber es ist nur ein Testlauf des Winters. Bereits zum Wochenanfang gehen die Temperaturen wieder in den positiven Bereich und zur Wochenmitte könnte der Altweibersommer nochmals vorbeischauen. Solch ein Auf- und Ab der Temperaturen ist typisch für den Herbst und es bleibt spannend, wann es auf dem Wendelstein dauerhaft einwintert.

Fotos: Claudia Hinz

Winterschlafzeit für die Wendelstein-Mankerln

Gäääähn … so langsam ist für uns Winterschlafzeit.

Wir sind die Familie Mankerl und haben am Wendelstein einen wunderschönen Sommer verbracht. Wir haben mehrere Junge aufgezogen, uns bis in die herrlichen Spätsommertage an Gräsern und Kräutern fett gefressen und uns in der Sonne geaalt. Mit einem Körpergewicht von 5-6kg von uns Erwachsenen und bis 1,5kg bei den Jungen haben wir uns zuletzt kaum noch bewegt, selbst dann nicht, wenn Zweibeiner mit komischen Apparaten in der Hand an uns vorbeiliefen. Denn im Laufe des Jahres haben wir gelernt, dass sie größtenteils friedlich sind und sich einfach nur an unserem Anblick erfreuen. Einmal auf die Hinterbeine gestellt – und schon sind sie glücklich.

Doch nun wird es langsam für uns Zeit, den Winterschlaf anzutreten, denn am Wochenende soll hier in den Bergen der erste Schnee kommen. Unseren Winterbau haben wir in jahrzehntelanger Arbeit bis zu 7 Meter tief gegraben und die Kammern mit reichlich Heu ausgestattet. Da wir während unseres bis April andauernden Winterschlafs völlig wehrlos sind, werden alle Eingänge von innen mit Zapfen, Erde, Gras, Steinen und Kot verstopft. Dann verfallen wir aneinander gekuschelt in eine Kältestarre, bei der alle Lebensfunktionen auf ein Minimum reduziert werden. Dabei fällt die Körpertemperatur bis auf 3°C ab und das Herz schlägt nur noch 15 Mal pro Minute. Wenn wir dann im April aus unseren Bauen kriechen, haben wir bis zu 50% unseres Körpergewichts verloren.

Dann Servus bis zum nächsten Frühjahr!

Fotos: Claudia und Wolfgang Hinz

Hochmoor am Wendelstein

Hochmoor Arzmoos

Rund um den Wendelstein gibt es eine Menge zu entdecken. Neben kleinen Seen (z.B. Aiplsee), Wasserfällen oder Höhlen gibt es in Arzmoos auch ein intaktes Hochmoor. Das Arzmoos ist ein beweidetes Trogtal, welches durch eine Talstufe in zwei Ebenen geteilt wird. Zwischen den beiden Talebenen befindet sich am Fuß des Jackelberges der ca. 30 Meter hohe Arzbach-Wasserfall.

Auf der oberen Talebene befindet sich das kleine, aber wunderschön Hochmoor. Auf den Torfmoosflächen ist der selten gewordene Sonnentau zu finden. Als Überlebenskünstler hat er sich an seinen mageren Standort angepasst und eine einzigartige Strategie entwickelt, lebenswichtige Nährstoffe zu bekommen. Die kleine fleischfressende Pflanze ernährt sich von kleinen Insekten, die durch vermeintliche Tautropfen an den Spitzen der Pflanzententakel angelockt werden. Allerdings ist das tropfenförmige Sekret klebrig, die Beute bleibt haften und wird von den fingerartigen Blatträndern eingerollt und verdaut.

Fotos: Claudia und Wolfgang Hinz

Blick zum Breitenstein

Bald ist der herrliche Altweibersommer vorbei; zum kommenden Wochenende prognostizieren die Meteorologen den ersten Schnee am Wendelstein… Jetzt also noch schnell die (vorläufig) letzten schönen Wandertage am Wendelstein genießen, z.B. am Panoramaweg mit Blick auf den benachbarten Breitenstein.

Foto: C. Hinz