Webcambilder der Woche

In der letzten Woche hielten die Webcams rund um den Wendelstein aufgrund der Gewitter interessante Momente fest, von denen wir die schönsten hier zeigen möchten.

Quelle: foto-webcam.eu

 

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Kühe an der Ramboldplatte

Zum Thema Kühe am Berg: Anbei ein Foto von letzter Woche an der Rampoldplatte. Die Kühe waren sehr friedfertig. Wenn man einfach langsam vorbei geht und mit ihnen redet, wie schön sie sind, dann droht keine Gefahr. Dann sind sie sogar scharf darauf fotografiert zu werden, auch der graue Ochse im unteren Bild wollte mit drauf.

Kühe Rampoldplatte 5.7.2018

Text und Foto: Anton Aumüller

Tierische Begegnungen am Wendelstein

Wendelstein KuhFolgender Telefonanruf in der Zentrale der Wendelsteinbahn sorgte kürzlich für Belustigung: „Ich bin gerade auf dem Weg zur Mittelalm (Anmerkung: die Dame meinte natürlich die Mitteralm…) und da sind jetzt Kühe am Weg. Kann man da vorbeigehen oder fressen die einen…?“ Worüber zunächst herzlich gelacht wurde ist bei näherer Betrachtung vor allem für unerfahrene Wanderer angesichts einiger teils sogar tödlicher Kuhattacken keine ganz unberechtigte Frage. Hier einige Tipps, wie man sich als Wanderer bei Begegnung mit dem Fleckvieh verhalten sollte (Quelle: www.bergwelten.com):

  1. Kuhl bleiben, denn Kühe sind grundsätzlich keine aggressiven Tiere. Wo sie angreifen, dient ihr Verhalten der Verteidigung. Der Wanderer muss der Kuh also glaubhaft vermitteln können, keine Bedrohung für sie zu sein. Kühe sind aufgrund ihres eingeschränkten Blickfelds schreckhaft. Wer sich frühzeitig bemerkbar macht, verhindert ein unschönes Überraschungsmoment. Also: Hektik vermeiden, Ruhe bewahren – und locker-lässig an den Rindviechern vorbeiwandern.
  2. Gefahrenquelle Hund: Bei den allermeisten Übergriffen von Kühen auf Wanderer waren Hunde der auslösende Störfaktor. Wer mit seinem Hund am Berg unterwegs ist, sollte diesen unbedingt an die Leine nehmen, sobald sich einer Alm mit Kühen genähert wird.
  3. Jungtiere: Insbesondere um Jungtiere gilt es einen großen Bogen zu machen, denn Mutter-Kühe zögern nicht, wenn es darum geht, ihre Kälber zu schützen!
  4. Kein Streichelzoo: So verlockend es für manche auch sein mag – aufs Kühe-Streicheln sollte man verzichten. Man kann nie wissen, ob man an eine Kuschelkuh gerät oder nicht.

Foto: Claudia Hinz

 

Höhlen-Abenteuer am Wendelstein

2009-11 Wendelst 269Am 21./22. Juli dreht sich am Wendelstein wieder ein ganzes Wochenende lang alles um das spannende Thema „Höhle“. Im Rahmen des Aktionsprogramms, welches die Wendelsteinbahn GmbH in Zusammenarbeit mit dem Verein für Höhlenkunde München e.V. und der Bergwacht bzw. Höhlenrettung durchführt, gewährt ein erfahrener Höhlenforscher Interessierten auch einen exklusiven Blick in die touristisch unerschlossenen Winkel der Wendelsteinhöhle (Foto: Peter Hofmann). Die Tour zur sog. Herzkammer ist recht anspruchsvoll und sicher nicht für jeden zu bewältigen.

Mehr Infos zum Höhlen-Erlebnis-Wochenende am Wendelstein: https://www.wendelsteinbahn.de/hoehlen-erlebnis-wochenende-am-wendelstein

Was ist eine Glorie?

Titel

Glorie über dem Wendelsteinkircherl

Derzeit gibt es am Wendelstein ein Mix aus Sonne und Wolken. Fällt der eigene Schatten auf eine vorbei ziehende Wolkenleinwand, kann man um diesen häufig eine farbige Glorie sehen. Denn fällt das Licht auf die winzgen Wassertröpfchen der Wolke, dann wird es unter komplizierten physikalischen Vorgängen gebeugt und zurückgestreut und es entstehen farbige Ringe um den Kopf des Schattens.

Im Flachland kann man Glorien nur in sehr seltenen Fällen bei flachen Bodennebelfeldern oder in aufsteigenden Nebeln im Wald beobachten. Auf einigen vorgelagerten Bergen der Alpen (wie zum Beispiel auf dem Wendelstein) sind Glorien dagegen häufig anzutreffen, da sich an der Nordseite die Wolken stauen und von Süden her die Sonne darauf fällt. Aber auch, wenn man im Flugzeug sitztend die Wolkendecke durchbricht, kann man auf dieser oft eine Glorie entdecken, vorausgesetzt, man sitzt auf der richtigen Seite, nämlich der Sonne gegenüber.

Häufig trifft man zusammen mit der Glorie zwei Begleiterscheinungen an. Der Schatten in der Mitte der Glorie ist das Brockengespenst. Dabei handelt es sich eigentlich um nichts anderes, als um den Schatten des Beobachters, der auf die Wolkendecke projiziert wird. Ist der Nebel allerdings sehr dicht (wie auf dem Brocken häufig der Fall), dann wird der Schatten um ein vielfaches vergrößert dargestellt. Und da Nebelschwaden häufig wallen oder sich die Dichte verändert, scheint sich auch das „Gespenst“ zu bewegen. Da es sich seinem „Schattenspender“ regelrecht an die Fersen heftet, ist der frühere Schrecken mancher argloser Wanderer sicher nachvollziehbar.

Manchmal wird die Glorie noch von einem weißen Bogen umrahmt. Das ist eigentlich ein Regenbogen, der durch Lichtbrechung an den Nebeltröpfchen entsteht. Allerdings sind die Wassertröpfchen im Nebel derart klein, dass sich die Farben überlagern und in ihrer Summe einen weißen Bogen ergeben, den so genannten Wolken- oder Nebelbogen.

Wolkenbogen und Glorie

Glorie mit Nebelbogen auf tiefer liegender Wolkenschicht

Um Glorien eindrucksvoll zu fotografieren, sollte man einen Polfilter verwenden, da das Licht dieser Farberscheinung sehr stark polarisiert. Auch eine manuelle Unterbelichtung ist empfehlenswert. Mit HDR-Bildern kann man zudem noch Wolkenstrukturen herausarbeiten, was Fotos mitunter besonders imposant macht. (ch)