inntaler unterwelten

Kooperation wird fortgesetzt. Aktionstage 2022.

Brannenburg / Oberaudorf / Ebbs / Angerberg – Deutschlands höchstgelegene Schauhöhle am Wendelstein, das Grafenloch oberhalb des Luegsteinsees in Oberaudorf, die Tischoferhöhle im Kaisertal bei Ebbs und die Hundalm Eis- und Tropfsteinhöhle bei Angerberg: Seit rund einem Jahrzehnt präsentieren sich die vier spannenden Ausflugsziele in der Region gemeinsam als die „inntaler unterwelten“. In Oberaudorf wurde nun die Fortsetzung der bayerisch-tirolerischen Kooperation bekräftigt.

Hier arbeiten Bayern und Tirol erfolgreich zusammen: v.l. Alexandra Stürzl und Simone Mitterer (Gemeinde Ebbs), Teresa Funk (Touristinfo Oberaudorf), Florian Vogt (Wendelsteinbahn), Renate Tobitsch (Obfrau des Landesvereins für Höhlenkunde in Tirol) sowie Peter Hofmann, Höhlenforscher und Initiator der inntaler unterwelten. Foto: C. Steimle

„Vier einzigartige Naturjuwele in der nahen Umgebung – leider kaum bekannt“, bedauerte Höhlenforscher Peter Hofmann aus Brannenburg 2008 im Rahmen seiner Recherchen für einen Höhlenführer über das Inntal. Es dauerte daraufhin noch einige Jahre und Gesprächsrunden bis sich das Höhlen-Quartett auf Initiative von Hofmann zusammenfand. Um die Attraktivität der vier sehenswerten Höhlen spürbar und nachhaltig steigern zu können, beantragten die beteiligten Höhlenbetreiber – Wendelsteinbahn, die Gemeinden Oberaudorf und Ebbs sowie der Landesverein für Höhlenkunde in Tirol – gemeinsam Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und bekamen diese auch in Höhe von etwa EUR 340.000,– bewilligt. Ein Großteil wurde dabei in eine innovative LED-Beleuchtung sowie interaktive Stationen in der Wendelstein-Schauhöhle investiert. Der zweitgrößte Anteil ging an die Hundalmhöhle. Anlässlich des Auslaufens der so genannten Zweckbindungsfrist kamen die vier Partner nun in Oberaudorf zusammen, um die Fortsetzung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit auch nach der behördlich vorgeschriebenen Frist zu besiegeln. „Durch gemeinschaftliche Werbemaßnahmen soll unsere bayerisch-tirolerische Höhlenkooperation weiterhin Synergieeffekte schaffen und die Bekanntheit im jeweiligen Nachbargebiet sichern“, so Florian Vogt, Geschäftsführer der Wendelsteinbahn als ehemaliger Lead-Partner des Interreg-Projekts. Im Gegensatz zu den beiden frei zugänglichen Höhlen Grafenloch und Tischoferhöhle seien geführte Touren in der Wendelstein- sowie Hundalmhöhle während der Coronapandemie schwierig bis gar nicht möglich gewesen. Dies soll im diesjährigen internationalen Jahr der Höhlen und des Karstes gleich mit mehreren Aktionstagen und Sonderführungen nachgeholt werden. Infos und Termine unter www.unterwelten.com

Lokeinweihung

Neben ihrer „großen Schwester“ aus dem Jahr 1910 wartet die geschmückte Lok 5 auf ihre Segnung und offizielle Inbetriebnahme. Foto: F. Schindlbeck

Auf den Tag genau vor 110 Jahren fuhr die damals neu gebaute Zahnradbahn als Deutschlands erste Hochgebirgsbahn erstmals auf den Wendelstein. An eben diesem Datum soll heute Vormittag im Beisein von Ehrengästen aus Politik und Tourismus nun auch die neue Lok 5 der Wendelsteinbahn feierlich dem Verkehr übergeben werden. Wer auch einmal mit dem Nostalgie-Express (neue Lok + Personenwagen aus dem Jahr 1912) mitfahren möchte, hat z.B. am kommenden Vatertag, 26. Mai Gelegenheit dazu: https://www.wendelsteinbahn.de/nostalgie-express

Eispalast

Aufgrund starker Vereisung und um die dort überwinternden Fledermäuse nicht zu stören ist die Wendelsteinhöhle in den Wintermonaten geschlossen. Hinzu kam 2020 und 2021 die Coronapandemie: Zwei Jahre lang also hatten nur hin und wieder angemeldete Gruppen exklusiven Zutritt in Deutschlands höchstgelegene Schauhöhle am Wendelstein, unter Beachtung der geltenden Hygienevorgaben. Seit heute aber herrscht wieder „Normalbetrieb“. Infos: https://www.wendelsteinbahn.de/wendelstein-hoehle

So sah es in der Wendelsteinhöhle Ende März 2022 aus. Das Foto entstand im Rahmen einer Fledermauszählung des Vereins für Höhlenkunde in München. Foto: W. Zagler

Altocumulus

Foto: M. Ostertag

Das Wendelsteinhaus auf 1.724 m heute früh mit Altocumulus-Wolken-Stimmung. Altocumulus tritt in mittleren Atmosphärenschichten in Form von weißen oder grauen Flecken, Feldern oder Schichten in 2,5 bis 6 km Höhe auf. Leider kündigen die Schäfchenwolken in der Regel schlechtes Wetter an. Festgehalten von Markus Ostertag. Herzlichen Dank für den Beitrag zum Wendelsteinblog!

Eiskalte Kunst

Am gestrigen Ostermontag demonstrierte Eiskünstler Christian Staber aus Nußdorf/Inn auf der Bergterrasse am Wendelstein wieder sein Können. Neben österlichen Skulpturen begeisterte er die Besucher mit viel Liebe zum Detail auch mit dem unbestrittenen Wahrzeichen des Wendelsteins, dem Wendelsteinkircherl.

Osterspaß am Wendelstein

Am kommenden Ostermontag, 18. April 2022 wird am Wendelstein beim Oarscheim auf der Bergterrasse wieder österliches Brauchtum gepflegt. Sofern es das Wetter zulässt – und die Aussichten sind aktuell nicht schlecht – vor allem für Kinder ein riesen Spaß, bei dem es auch kleine Preise zu gewinnen gibt. Doch nicht jedem Besucher am Wendelstein ist die gesellige Oster-Tradition bekannt:

Beim Oarscheim werden für gewöhnlich zwei Rechen zu einer schiefen Bahn aufgebaut, so dass hart gekochte Eier herunter- und im Gras (notfalls am Teppich) ausrollen können. Auf das Ei wird dann eine Münze (Centstück) gelegt. Die Spieler versuchen der Reihe nach mit ihrem Ei die Eier der Mitspieler so anzustoßen, dass deren Münze herunterfällt. Die heruntergefallenen Geldstücke des Mitspielers darf der Schütze ggf. behalten. Wer am Ende die meisten Münzen hat ist der Sieger.

Foto: M. Ostertag. Oarscheim am Wendelstein

Osterbrunch am Wendelstein

Die Corona-Pandemie brachte für viele zahlreiche Entbehrungen mit sich. Höchste Zeit also, sich einmal wieder etwas zu gönnen und sich bei einem ausgiebigen Sonntagsbrunch im Wendelsteinhaus kulinarisch verwöhnen zu lassen, z.B. am Ostersonntag, 17. April 2022. Infos und Reservierung unter: https://www.wendelsteinbahn.de/sonntagsbrunch-am-wendelstein

Fotos: G. Schiffmann

Brunch auf dem Wendelstein. Foto: GASPA/Guenter Schiffmann

Seilbahn-Revision

Wie jedes Jahr im Frühjahr werden die technischen Anlagen der Wendelstein-Seilbahn in Bayrischzell einer gründlichen Inspektion unterzogen. Die Revisionsarbeiten dauern vom 28.3. bis einschließlich 8.4.22. Auf einen Ausflug auf den Wendelstein müssen Bergfreunde dennoch nicht verzichten: Sie können die Zahnradbahn in Brannenburg nutzen.

Foto: M. Ostertag