Heuberg

Am vergangenen Sonntag, 4. Oktober, wollte Anton Aumüller aus Brannenburg eigentlich mit dem Motorsegler rund um den Wendelstein fliegen. Leider verhüllten viele Wolken den Gipfel. Wie gut, dass das östliche Inntal und seine Berge hingegen in voller Sonne lagen. Hier ein Bild vom Vorbeiflug am Heuberg mit vielen Bergwanderern, im Hintergrund sieht man den Chiemsee.

Der Heuberg aus der Luft, fotografiert von Anton Aumüller am 4.10.20

Sonn-Tag

Foto: A. Aumüller

Recht wechselhaft präsentierte sich das letzte Wochenende mit Regen, Schnee und Kälte am Samstag und Sonnenschein pur am Sonntag. Das Bild zeigt den Wendelsteingipfel und Hochsalwand im Winterkleid, aufgenommen am Sonntag, 27. September von Anton Aumüller aus Brannenburg. Rechts im Foto der Turm der Kirche St. Leonhard in Nußdorf am Inn.

Hochmoor am Wendelstein

Hochmoor Arzmoos

Rund um den Wendelstein gibt es eine Menge zu entdecken. Neben kleinen Seen (z.B. Aiplsee), Wasserfällen oder Höhlen gibt es in Arzmoos auch ein intaktes Hochmoor. Das Arzmoos ist ein beweidetes Trogtal, welches durch eine Talstufe in zwei Ebenen geteilt wird. Zwischen den beiden Talebenen befindet sich am Fuß des Jackelberges der ca. 30 Meter hohe Arzbach-Wasserfall.

Auf der oberen Talebene befindet sich das kleine, aber wunderschön Hochmoor. Auf den Torfmoosflächen ist der selten gewordene Sonnentau zu finden. Als Überlebenskünstler hat er sich an seinen mageren Standort angepasst und eine einzigartige Strategie entwickelt, lebenswichtige Nährstoffe zu bekommen. Die kleine fleischfressende Pflanze ernährt sich von kleinen Insekten, die durch vermeintliche Tautropfen an den Spitzen der Pflanzententakel angelockt werden. Allerdings ist das tropfenförmige Sekret klebrig, die Beute bleibt haften und wird von den fingerartigen Blatträndern eingerollt und verdaut.

Fotos: Claudia und Wolfgang Hinz

Blick zum Breitenstein

Bald ist der herrliche Altweibersommer vorbei; zum kommenden Wochenende prognostizieren die Meteorologen den ersten Schnee am Wendelstein… Jetzt also noch schnell die (vorläufig) letzten schönen Wandertage am Wendelstein genießen, z.B. am Panoramaweg mit Blick auf den benachbarten Breitenstein.

Foto: C. Hinz

Themenwege am Wendelstein

Ab sofort ist der Wendelstein um fünf attraktive Wanderangebote reicher. Die offizielle Eröffnung der sog. „Wendelstein-Streifzüge“ findet am morgigen Freitag statt.

Für die Umsetzung der Themenwege Geologie, Kunst, Natur & Almwirtschaft, Wasser und Meditation und die landkreisübergreifende Zusammenarbeit erhielten die Gemeinden Brannenburg, Bayrischzell, Bad Feilnbach und Fischbachau sowie die Wendelsteinbahn gemeinsam 60 Prozent Fördermittel aus dem europäischen LEADER-Topf.

Hier gibt es mehr Infos und Bildergalerien zu den sog. „Wendelstein-Streifzügen“: https://www.wendelsteinbahn.de/wanderwege

Vsl. in der heutigen Abendschau ab 18.00 Uhr zeigt das Bayerische Fernsehen einen Beitrag über die neuen Themenwege am Wendelstein.

Künstlerweg auf den Wendelstein

Auf dem Wanderweg von Brannenburg auf den Wendelstein, genannt „Künstlerweg“, begegnen den Wanderern neuerdings 13 außergewöhnliche Exponate. Teils als Sitzgelegenheit fungierend betonen die Objekte die Besonderheiten des jeweiligen Standortes und laden zum Verweilen und Innehalten ein. Mehr Infos: https://www.brannenburg.de/kuenstlerweg 

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Die sog. Dolina an der Reindler Alm, Foto: Touristinfo Brannenburg

Kreiert wurden die Kunstwerke von der Neuen Künstlerkolonie Brannenburg im Rahmen des LEADER-geförderten Themenwege-Projekts „Wendelstein-Streifzüge“. Auch die Wanderwege ab Bayrischzell, Bad Feilnbach und Fischbachau sorgen mit interessanten Themen, geschickt gelenkten Blickachsen und außergewöhnlichen Rastplätzen für ein abwechslungsreiches Wandererlebnis am Wendelstein.

Mehr Infos: www.wendelstein-streifzuege.de 

Stromproduktion

Wenigstens für die Stromproduktion der Wendelsteinbahn ist der momentane Dauerregen von Nutzen.

Wasserkraftwerk der Wendelsteinbahn an der Sudelfeld-Mautstraße. Foto: P. Hofmann.

1910 wurde am Fuße des Wendelsteins in Brannenburg ein Wasserkraftwerk erbaut. Nicht nur für die Stromversorgung der Region, sondern hauptsächlich, weil die Steinbeis’sche Zahnradbahn auf den Wendelstein mit elektrischer Energie betrieben werden sollte. Und das in einer Zeit, als die Elektrotechnik und Energieerzeugung praktisch noch in den Kinderschuhen steckten und es in Brannenburg und Umgebung noch keinerlei Stromnetz gab.

Mehr Info: https://www.wendelsteinbahn.de/geschichte