Morgenregenbogen

Morgendliches Regenbogenfragment auf dem Wendelstein. Quelle: foto-webcam.eu

Bevor heute Morgen ein neues Regengebiet zu uns zog, ging am Osthimmel die Sonne auf und beleuchtete die aus dem Westen kommende Regenwand. Durch Brechung und Reflexion an den Wassertröpfchen entstand auf dem Wendelstein für kurze Zeit ein leuchtendes rot-gelbes Regenbogenfragment, wie die Wendelstein-Webcam-West zeigt. Die restlichen Farben wurden durch den langen Lichtweg des flach in unsere Erdatmosphäre einstrahlenden Sonnenlichts herausgestreut.

Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass es ein Stück des unteren Teil des Regenbogens ist. Physikalisch ist die Bezeichnung „Bogen“ nicht ganz richtig, denn eigentlich ist der Regenbogen ein kompletter Kreis. Im Flachland ist von diesem bei horizontnaher Sonne maximal die obere Hälfte zu sehen. Vom Berg aus gesehen kann das Licht auch unterhalb des Beobachters auf Wassertröpfchen fallen, so dass sich der Regenbogen nach unten hin fortsetzen kann. Vom Flugzeug aus kann man manchmal sogar den kompletten Regenbogenkreis sehen, wie in diesen Fotos.

Auch die anderen Kameras am und mit Blick auf den Wendelstein zeigten übrigens schöne Morgenstimmungen.

Quelle: foto-webcam.eu

Abendlicher Regenbogen

Foto: Sabine Schlichtmann

Diese Regenbogen“knubbel“ neben dem Wendelstein fotografierte Sabine Schlichtmann am Donnerstag von Feldkirchen-Westerham aus. Sie entstehen, wenn die Sonne an einer Stelle intensiver scheint und insofern nach Lichtbrechung und -reflexion mehr Licht das Auge des Betrachters erreicht als an anderen. Es ist meist dann zu sehen, wenn sich die Sonne so langsam hinter den Wolken hervorkämpft und die Lichteinstrahlung unterschiedlich ist.

Morgenregenbogen der Zweite

… und schon wieder wurde der Wendelstein heute Morgen von einem herrlichen Regenbogen umrahmt. Diesmal war er leuchtend rot. Der Grund ist, dass bei horizontnahem Sonnenstand das Licht einen sehr langen Weg durch die Atmosphäre zurücklgt. Bei den vom Regentropfen aufgespaltenen Spektralfarben schafft nur das langwellige Rot den weiten Weg zu unserem Auge. Der Rest wird von den Luftaerosolen herausgefiltert. Diese sind derzeit besonders reichlich in höheren Luftschichten Vertreten. Neben immer wiederkehrenden Saharastaub befinden sich auch Aerosolpartikel verschiedener Waldbränden (USA und Russland) in höheren Luftschichten und filtern fleißig mit. Vielleicht ist dem einen oder anderem die trübe Atmosphäre ja bereits aufgefallen…

Quelle: Webcam Hochries West

Mammatuswolken

Mammatuswolken in Brannenburg. Foto: Claudia Steimle

Am Sonntagabend zog ein Gewitter über das Wendelsteingebiet hinweg, auf dessen Rückseite Claudia Steimle in Brannenburg wunderschöne beutelartige Wolken im letzten Abendlicht beobachtete.

Auch Volker Eschenbach konnte am Chiemsee mit Blickrichtung Südosten diese herrliche Wolkenformation festhalten und erwischte sogar noch ein Regenbogenfragment.

Mammatuswolken und Regenbogen über dem Chiemsee. Foto: Volker Eschenbach

Mammatus (Mamma=lateinisch für Brust) sind beutelartige, nach unten hängende Wolken, die manchmal an der Rückseite von kräftigen Schauer- oder Gewitterwolken (Cumulonimbus) auftreten. Sie sind seit ungefähr 100 Jahren Gegenstand der wissenschaftlichen Forschung. Zu ihrer Entstehung gibt es verschiedene Theorien, die jeweils nicht bewiesen sind. So könnten absinkende Kaltluftblasen oder Abwinde innerhalb des vereisten Ambosses der Wolke ebenso zu ihrer Entstehung führen, wie Verdunstungsvorgänge, wodurch die Luftschicht unter der Wolke abgekühlt und labilisiert wird. Auf jeden Fall sind sie wunderschön anzusehen … 🙂

Regenbogen

Regenbogen heute Abend auf der Webcam Ost:

Der heutige Siebenschläfertag präsentierte sich sehr wechselhaft. Oberhalb 2300 Meter gab es sogar Schneeschauer, wie zum Beispiel an der Großglockner-Hochalpenstraße.

Aber keine Angst, das Sommerwetter scheint sich anders zu entwickeln. Nach zwei weiteren wechselhaften Tagen kommt pünktlich zum Wochenende das warme Sommerwetter zurück.