Morgenregenbogen der Zweite

… und schon wieder wurde der Wendelstein heute Morgen von einem herrlichen Regenbogen umrahmt. Diesmal war er leuchtend rot. Der Grund ist, dass bei horizontnahem Sonnenstand das Licht einen sehr langen Weg durch die Atmosphäre zurücklgt. Bei den vom Regentropfen aufgespaltenen Spektralfarben schafft nur das langwellige Rot den weiten Weg zu unserem Auge. Der Rest wird von den Luftaerosolen herausgefiltert. Diese sind derzeit besonders reichlich in höheren Luftschichten Vertreten. Neben immer wiederkehrenden Saharastaub befinden sich auch Aerosolpartikel verschiedener Waldbränden (USA und Russland) in höheren Luftschichten und filtern fleißig mit. Vielleicht ist dem einen oder anderem die trübe Atmosphäre ja bereits aufgefallen…

Quelle: Webcam Hochries West

Mammatuswolken

Mammatuswolken in Brannenburg. Foto: Claudia Steimle

Am Sonntagabend zog ein Gewitter über das Wendelsteingebiet hinweg, auf dessen Rückseite Claudia Steimle in Brannenburg wunderschöne beutelartige Wolken im letzten Abendlicht beobachtete.

Auch Volker Eschenbach konnte am Chiemsee mit Blickrichtung Südosten diese herrliche Wolkenformation festhalten und erwischte sogar noch ein Regenbogenfragment.

Mammatuswolken und Regenbogen über dem Chiemsee. Foto: Volker Eschenbach

Mammatus (Mamma=lateinisch für Brust) sind beutelartige, nach unten hängende Wolken, die manchmal an der Rückseite von kräftigen Schauer- oder Gewitterwolken (Cumulonimbus) auftreten. Sie sind seit ungefähr 100 Jahren Gegenstand der wissenschaftlichen Forschung. Zu ihrer Entstehung gibt es verschiedene Theorien, die jeweils nicht bewiesen sind. So könnten absinkende Kaltluftblasen oder Abwinde innerhalb des vereisten Ambosses der Wolke ebenso zu ihrer Entstehung führen, wie Verdunstungsvorgänge, wodurch die Luftschicht unter der Wolke abgekühlt und labilisiert wird. Auf jeden Fall sind sie wunderschön anzusehen … 🙂

Regenbogen

Regenbogen heute Abend auf der Webcam Ost:

Der heutige Siebenschläfertag präsentierte sich sehr wechselhaft. Oberhalb 2300 Meter gab es sogar Schneeschauer, wie zum Beispiel an der Großglockner-Hochalpenstraße.

Aber keine Angst, das Sommerwetter scheint sich anders zu entwickeln. Nach zwei weiteren wechselhaften Tagen kommt pünktlich zum Wochenende das warme Sommerwetter zurück.