Wendelstein-Ringlinie startet später

Die Bus-Ringlinie rund um den Wendelstein startet später als geplant in die Sommersaison, und zwar am Samstag, 30. Mai.

Über den malerischen Sudelfeldpass umrundet die Ringlinie in den Sommermonaten den Wendelstein. Foto: P. Zangerl

Ursprünglich sollten die beliebten Ausflugs- und Wanderbusse bereits am 16. Mai ihren Betrieb aufnehmen, doch wegen der vsl. noch bis Ende Mai geltenden Einschränkungen im Tourismus habe man sich in enger Absprache zwischen den beiden Landkreisen Rosenheim und Miesbach dazu entschlossen, den Fahrplan um zwei Wochen zu verlegen, so Hans Zagler von der Rosenheimer Verkehrsgesellschaft im Landratsamt Rosenheim. Die Wendelstein-Ringlinie verbindet in der Wandersaison die Orte Bayrischzell, Fischbachau, Schliersee, Bad Feilnbach, Raubling-Großholzhausen, Brannenburg, Flintsbach und Oberaudorf und ist somit das ideale Verkehrsmittel für all jene, die abwechslungsreiche Ausflüge und Wanderungen im jeweiligen Nachbarlandkreis unternehmen wollen. Der Fahrplan berücksichtigt Anschlüsse zur BOB, nach Bad Aibling und zum Meridian. Weitere Auskünfte zu den Haltestellen und zu den Tarifen unter www.wendelstein-ringlinie.de

Eisheiliger Mamertus bringt Schnee

Wintereinbruch im Mai. Fotos: Claudia Hinz

In diesem Jahr haben die Eisheiligen pünktlich und sehr markant zugeschlagen und zwischen einem Hoch nördlich von Schottland und Tiefdruckgebieten über Skandinavien und dem westlichen Mittelmeer Polarluft nach Mitteleuropa gebracht. Von Muttertag bis heute Morgen sanken die Temperaturen verbreitet um mehr als 20°C. Zudem hat es in der letzten Nacht bis auf unter 1000 Meter herunter geschneit und ab etwa 1200 Meter Höhe hat sich eine Schneedecke ausgebildet. Auch der Wendelstein hat erneut sein Winterkleid angezogen. Dazu gab es Frost, auf den Gipfeln bis etwa -6°C, aber auch in einigen Tälern sank die Temperatur unter 0°C.

Um die Eisheiligen ranken sich einige der bekanntesten Bauernregeln wie „Mamertius, Pankratius, Servatius bringen oft Kälte und Verdruss“ oder „Die kalte Sophie macht alles hie“. Bis zu den Eisheiligen kann es Frost geben, lautet die Botschaft: Deshalb sollte davor nichts gepflanzt werden, was erfrieren kann.

Klimastatistisch gesehen sorgen tatsächlich in sieben von zehn Fällen (also etwa um 70%) um die Monatsmitte Kälteeinbrüche aus nördlichen Richtungen für letzte Nachtfröste, die nicht selten letzte Frostschäden an Pflanzen bringen. Man spricht in diesem Zusammenhang von Singularitäten, also regelmäßig auftretenden charakteristischen Witterungstypen.

Ursprünglich handelte es sich bei den Eisheiligen übrigens um Gedenktage, die an Bischöfe und Märtyrer des 4. und 5. Jahrhunderts erinnern: Mamertus (11. Mai), Pankratius (12. Mai), Servatius (13. Mai), Bonifatius (14. Mai) und Sophie (15. Mai).

Wintereinbruch im Mai. Foto: Claudia Hinz

Felsräumen am Gipfelweg

Die winterliche Witterung hinterlässt durch Frost und Schneelast Schäden entlang des Gipfelweges am Wendelstein. Deshalb kümmert sich die Mannschaft der Bahnmeisterei der Wendelsteinbahn in jedem Frühjahr mit viel Aufwand um das Herrichten des Weges. Dabei müssen beispielsweise Geländer repariert und Stolperfallen beseitigt werden. Auch die steilen Felswände werden auf poröses Gestein abgesucht (Foto), um die Wanderer vor Steinschlag zu schützen.

Jedes Jahr im Frühjahr muss der Gipfelweg am Wendelstein auf witterungsbedingte Schäden untersucht werden. Foto: T. Zaißerer

 

Revision Lok 3

Aktuell sind die Mitarbeiter der Wendelstein-Zahnradbahn noch mit der turnusmäßigen Revision der Lok 3 aus der Gründerzeit beschäftigt. Neulich wurde der sog. Wiederstandskasten eingehoben.

Währenddessen bereitet sich die Wendelsteinbahn – nach Ministerpräsident Söders gestriger Ankündigung von weiteren Lockerungen – mit einem Hygienekonzept auf den hoffentlich baldigen Start in die Sommersaison vor.

Revision Lok 3. Foto: H. Unbehauen

Frau Holle will es noch mal wissen

Maischnee am Wendelstein. Quelle: foto-webcam.eu

Gestern regnete es immer wieder. Auf dem Wendelstein gingen die Temperaturen am Nachmittag in den Minusbereich über und der Berg wurde nochmals weiß.

Das waren aber noch nicht die Eisheiligen, dafür ist es noch zu früh. Die Vorhersagemodelle sehen derzeit einen neuen Kälteeinbruch im Zeitraum der „echten“ Eisheiligen zwischen 11. und 15. Mai. Zuvor wird es aber richtig schön warm, am Donnerstag bis Samstag steigen die Temperaturen in den Tälern bis auf 25°C und auch die Gipfeltemperaturen versuchen sich im zweistelligen Bereich.