Halos am Wendelstein

Regenbögen kennt sicher jeder, aber Halos sind weitgehend unbekannt, obwohl sie recht häufig auftreten. Im Gegensatz zum Regenbogen entstehen sie nicht an Wassertröpfchen, sondern durch Lichtbrechung an den Eiskristallen hoher Cirruswolken in einer Höhe von 8 bis 12 km. Je nach Kristallart (z.B. Plättchen oder Säulchen) und ihrer Ausrichtung in der Luft sind verschiedene Lichtwege möglich, welche unterschiedliche Haloarten verursachen. Derzeit sind etwa 50 verschiedene Halos bekannt, die hier beschrieben sind. Sind 5 verschiedene Haloarten gleichzeitig zu sehen, spricht man von einem Halophänomen.

Solch ein Halophänomen war am Freitag auf dem Wendelstein zu sehen. Als Vorboten einer Kaltfront zogen Cirren auf, in welchen sich vor allem helle und farbige Nebensonnen links und rechts der Sonne zeigten. Aber auch der 22°-Ring, der obere Berührungsbogen und die beiden selteneren Haloarten Horizontalkreis und Parrybogen zeigten sich beim Aufstieg zum Gipfel.

Fotos: Claudia Hinz

Interessanter Speicherfund

Ein paar interessante Aufnahmen und Skizzierungen aus der Bauzeit der Wendelsteinbahn (1910-12), sind neulich auf einem Speicher in Hamburg aufgetaucht. Einer der Männer auf dem 110 Jahre alten Gruppenbild kann dabei noch eindeutig identifiziert werden: Der Arbeiter links mit Weste und Kabeldraht hieß Emil Henke und war beim Bau der Zahnradbahn für die elektrische Installation mit verantwortlich, was zu jener Zeit ja bekanntlich im Bergbahnbau und auch generell noch etwas ganz Neues darstellte. Schön, dass sein Nachfahre Bernd Henke die Bilder nicht achtlos entsorgte, sondern sich die Mühe machte und sie der Wendelsteinbahn für das Unternehmensarchiv zukommen ließ!

Heuberg

Am vergangenen Sonntag, 4. Oktober, wollte Anton Aumüller aus Brannenburg eigentlich mit dem Motorsegler rund um den Wendelstein fliegen. Leider verhüllten viele Wolken den Gipfel. Wie gut, dass das östliche Inntal und seine Berge hingegen in voller Sonne lagen. Hier ein Bild vom Vorbeiflug am Heuberg mit vielen Bergwanderern, im Hintergrund sieht man den Chiemsee.

Der Heuberg aus der Luft, fotografiert von Anton Aumüller am 4.10.20

Wolkenlücke

Blick über die Reindler Almen nach Norden. Am Horizont war gestern Vormittag durch diese kleine Wolkenlücke sehr gut die bayerische Landeshauptstadt München zu erkennen. Die Fahrgäste im 9.00 Uhr Zug der Zahnradbahn wurden vom Triebfahrzeugführer noch extra darauf hingewiesen 🙂

Fotografiert am 6.10.20 aus der fahrenden Zahnradbahn

Salamanderbesuch

Mittwoch morgens um 7.45 Uhr am Talbahnhof der Zahnradbahn in Brannenburg. Der Dienst hat noch gar nicht offiziell begonnen, trotzdem wartet schon der erste Gast am Bahnsteig 😉

Foto: T. Zaißerer

Feuersalamander leben typischerweise in größeren Laub- und Mischwaldgebieten mit naturnahen Bachläufen und sind vor allem bei Regenwetter und nachts aktiv.

Einen noch größeren Alpensalamander gibt es übrigens an der Bedarfshaltestelle Aipl am Wanderweg zur Mitteralm zu bestaunen:

Foto: A. Mittermeier

Sonn-Tag

Foto: A. Aumüller

Recht wechselhaft präsentierte sich das letzte Wochenende mit Regen, Schnee und Kälte am Samstag und Sonnenschein pur am Sonntag. Das Bild zeigt den Wendelsteingipfel und Hochsalwand im Winterkleid, aufgenommen am Sonntag, 27. September von Anton Aumüller aus Brannenburg. Rechts im Foto der Turm der Kirche St. Leonhard in Nußdorf am Inn.

Schneemankei

Eins der Mankei am Wendelstein hat es am Wochenende nicht rechtzeitig vorm ersten Schnee in den Bau geschafft 😉 Zum Ende der Wandersaison wird die Holzskulptur am Spielgelände aber noch von den Wendelsteinbahnern abgebaut, um sie vor Witterungsschäden zu schützen. Da die Revisionsarbeiten während des corona-bedingten Betriebsstillstands vorgezogen werden konnten verlängert die Zahnradbahn übrigens heuer ausnahmsweise die Saison und ist bis 29.11.20 in Betrieb.

Foto: G. Hanisch