Morgenrot, Schlechtwetterbot‘

Morgenrot, aufgenommen von der Webcam Wendelstein Ost

Heute Morgen zeigte sich über dem Wendelstein ein leuchtendes Morgenrot, wie auf den Webcambildern wunderschön zu sehen. Nach einem kurzen sonnigen Intermezzo zum und kurz nach Sonnenaufgang zog es jedoch zu und der Tag präsentierte sich  trüb und regnerisch.

»Morgenrot, Schlechtwetter droht, Abendrot, Schönwetterbot« – so oder so ähnlich wird in vielen Bauernregeln das Morgen- und Abendrot als Indiz für eine Wetteränderung gesehen. Solche Wetterregeln beruhen oft auf jahrelanger Himmelsbeobachtern von Landwirten. Und tatsächlich bringen feuchte Luftmassen am Morgen durch Sonneneinstrahlung und Thermik häufig Regen.

Generell entsteht ein Morgen- oder Abendrot, wenn sich viele Wassertröpfchen in der Atmosphäre befinden, die bei tief stehender Sonne alle kurzwelligen Farben des Sonnenspektrums herausfiltern. Nur das langwellige Rot spiegelt sich an den Wolken wider.  Das passiert allerdings nur, wenn der Himmel dort, wo die Sonne auf- oder untergeht klar ist.

Das bedeutet für das Morgenrot ganz konkret: Die Sonne geht im Osten auf – dort ist der Himmel klar. Von Westen ziehen allerdings Wolken auf – die von der Sonne angestrahlt werden. Meist sind kompakte Wolkenfelder Vorboten für eine Schlechtwetterfront und es zieht oft recht schnell zu. Diese Bauernregel hat eine sehr hohe Trefferquote, nur bei Föhnwetterlagen wird sie meist außer Kraft gesetzt.

Morgenrot über dem Wendelstein, aufgenommen von der Webcam Irschenberg