Altweibersommer

Gipfelweg am Wendelstein im Herbst. Archivbild: C. Hinz

Gestern war Rosenheim mit 26,0°C wärmster Ort Deutschlands und auch auf dem Wendelstein war es mit 17°C ungewöhnlich warm. Nach diesem herrlichen Kirtasonntag geht es diese Woche weiter mit dem Altweibersommer. Wir wünschen einen schönen Kirtamontag 🙂

Altweibersommer in Sicht

Traumhafter Altweibersommer auf dem Wendelsteingipfel. Foto: Claudia Hinz

Am Wochenende hat das Mittelmeertief HANS für reichlich Regen und oberhalb 1700 Meter auch für Schnee gesorgt. Auch auf dem Wendelstein hat es kurzzeitig den ersten Schnee des Jahres gegeben. Doch nun ist das Tiefdruckgebiet nach Norden abgezogen und macht Platz für ein Zwischenhoch, welches uns ab Morgen bis mindestens Sonntag viel Sonnenschein und spätsommerliche Temperaturen bringt. Selbst auf dem Gipfel des Wendelsteins könnten am Sonntag nochmals knapp 20°C erreicht werden.

Altweibersommer

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Herbstliche Licht- und Schattenspiele. Foto: Claudia Hinz

Hoch ULF hat sich direkt über Deutschland platziert und gestaltet das Wetter zunehmend sonnig und wärmer. Am kommenden Samstag steigen die Temperaturen nochmals auf über 20°C in den Tälern und 15°C auf den Bergen. Nach einem kleinen gewittrigen Tief am Sonntag setzt sich auch in der kommenden Woche wieder zunehmender Hochdruckeinfluss durch und der sonnige Altweibersommer wird fortgesetzt.

Der Altweibersommer zählt zu den wichtigsten Singularitäten im jährlichen Witterungsablauf. Dabei handelt es sich um eine Schönwetterperiode, die regelmäßig von Mitte September und bis Anfang Oktober auftritt. Sie wird durch beständigen hohen Luftdruck über dem Festland oder durch eine Hochdruckbrücke über Mitteleuropa verursacht. Dabei führen südliche bis östliche Winde trockene Warmluft nach Mitteleuropa. Tagsüber wird es sommerlich warm, während es sich in den klaren Nacht oft schon sehr abkühlt. Seinen Namen hat er von den zu dieser Jahreszeit durch die Luft flatternden glitzernden, hauchdünnen Spinnfäden, die an die silbernen Haare alter Weiber erinnern. Die Mythologie führt auf die Spuren von drei Nornen oder Parzen, von denen eine den Lebensfaden spinnt, die zweite ihn zum Lebensmuster verwebt und die dritte ihn abschneidet und vom Winde davon tragen lässt, während die erste ihn schon wieder gesponnen hat im ewigen Kreislauf des Lebens bzw. der Jahreszeiten.