Eindrücke vom Esbrassivo-Konzert am Wendelstein

Gestern fand das beliebte und lange vorher ausverkaufte Konzert der sechs feschen Musiker von Esbrassivo statt. Während sich am Wendelstein stimmungsvoll die Sonne verabschiedete, unterhielt die Band mit klassischen Klängen, alpenländischer Volksmusik und bekannten Filmmelodien sowie humorvoll eingestreuten Anekdoten und Showeinlagen. Bei James Bond Musik wurde es auch beim Wetter spannend, denn im Leitzachtal zog gleichzeitig ein gewittriger Schauer entlang und untermalte die Musik mit dramatischer Kulisse. Nach mehreren Zugaben wurde die Band mit tosendem und donnernden Applaus drinnen und draußen verabschiedet.

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Blumenpracht am Wendelstein

Der Gipfelweg wird derzeit von einer wahren Blumenpracht umrahmt. Neben letzten Frühblühern wie dem Bayrischen Enzian oder der Silberwurz erwarten den Blumenliebhaber auch mehrere Orchideenarten, Gamswurz, Gold-Fingerkraut, Alpen–Aster, Akelei und viele andere Blumen. Viel Spaß beim Entdecken!

Höhepunkt der Hitzewelle

Die über dem Chiemsee aufgehende Sonne beschert einen neuen Sommertag. Foto: Claudia Hinz

Gestern ging die erste große Hitzewelle des Jahres ihrem Höhepunkt entgegen. Zwischen einem umfangreichen Tiefdruckkomplex über dem nahen Nordostatlantik und kräftigem Hochdruck über Mittel- bzw. Osteuropa wurde heiße bis sehr heiße Subtropikluft aus dem Norden Afrikas und der Sahara zu uns geführt. In den Tälern wurden Temperaturen bis 35°C (Rosenheim) gemessen. Auf dem Wendelstein gab es mit 25,7°C einen seltenen Sommertag (Maximum ≥25°C).

Sommertage sind auf dem Wendelstein sehr selten. von 1951 bis zur Schließung der Wetterwarte im September 2012 wurden gerade einmal 8 Sommertage registriert, im Juni gab es jedoch bisher noch keinen einzigen. Das bisherige Junimaximum wurde am 18.06.2002 mit 24,3°C gemessen.

Während im Großteil von Deutschland die Hitze letzte Nacht durch eine Kaltfront ausgeräumt wurde, bleibt sie am Alpenrand noch bis Montag erhalten. Am Sonntag könnten die Temperaturen noch höher steigen. Da hilft nur eins … rauf auf die angenehm temperierten Berge … 😉

Abendrot an Gewitterresten

Gestern Abend kamen aus dem österreichischen Inntal einige Gewitterreste herübergeweht und sorgen für eine atemberaubende Abendstimmung. Michael Schmuck konnte diese von Feldkirchen-Westerham festhalten. Aber auch auf den Webcams konnte man den Verlauf gut verfolgen.

Wendelstein Wendelstein-WestWebcam Irschenberg mit Blick zum Wendelstein Webcam Hochries West mit Blick zum Wendelstein Webcam Bad Endorf mit Blick über den Simssee zum Wendelstein Webcam Chiemsee mit Blick zum Wendelstein

Leuchtende Nachtwolken über den Alpen

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Leuchtende Nachtwolken über Brannenburg (Archivbild: Claudia Hinz)

Die Saison der Leuchtenden Nachtwolken hat in diesem Jahr bereits Ende Mai, also ungewöhnlich früh begonnen, allerdings versteckten sich diese eindrucksvolle Erscheinung im Wendelsteingebiet bisher unter dicken troposphärischen Gewölk. Aber letzte Nacht hat es endlich geklappt. Am fast klaren Himmel zeigten sich abends helle und am Morgen ungewöhnlich helle Leuchtende Nachtwolken am Nordhimmel. Auf mehreren Alpenwebcams konnte man diese eindrucksvolle Erscheinung verfolgen.

Webcambilder (Auswahl): abends: 123456 ; morgens: 123456

Diese silbrig schimmernden feinstrukturierten Wolkenstrukturen entstehen Ende Mai bis Anfang August in der Mesopause in einer Höhe von circa 83 km. Sie sind in der nautischen Dämmerung bei Sonnentiefen zwischen 6 und 16° am Nordwest- bis Nordosthorizont zu sehen. Über Süddeutschland entspricht das einem Zeitfenster von etwa 22.15 bis 23.30 Uhr abends und 03.00 bis 04.30 Uhr am Morgen. In dieser Zeit werden die Wolken aufgrund ihrer großen Höhe noch direkt angeleuchtet, während tiefe Wolken längst im Schatten liegen.

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Leuchtende Nachtwolken in Brannenburg. (Archivbild: Claudia Hinz)

Damit sich in solchen Höhen bei der sehr geringen Wasserdampf-Konzentrationen überhaupt Eiswolken bilden können, bedarf es sehr tiefe Temperaturen unter minus 140°C. Aufgrund der interhemisphärischen Zirkulation treten diese Temperaturen in den nördlichen Breiten nur zwischen Juni und August auf. Zudem sorgen im Sommer höhere Winde dafür, dass die Eisteilchen über größere Entfernungen transportiert werden. Die Lebensdauer einzelner Eispartikel dürfte in der Größenordnung einiger Stunden liegen. bis sie z.B. durch Absinken und Südwärtsverlagerung wieder sublimieren. Deshalb verändern sich die feinen Strukturen der Leuchtenden Nachtwolken ziemlich stark.

Im Norden sind Leuchtende Nachtwolken in den Sommermonaten fast in jeder zweiten Nacht zu sehen, nach Süden hin nimmt die Häufigkeit jedoch stark ab und an den Alpen sind sie nur wenige Male sichtbar.

Aber die Saison hat gerade begonnen, bis Anfang August gibt es also sicherlich noch Möglichkeiten, dieses herrliche Naturschauspiel in klaren Nächten zu verfolgen. Über die Warnliste des Arbeitskreises Meteore e.V. kann man sich über ein Auftreten informieren lassen, ebenso wird im NLC-Forum über Beobachtungsmöglichkeiten diskutiert sowie Sichtungen präsentiert und ausgewertet.