Maischnee

Neuer Schnee auf den Bergen. Quelle: foto-webcam.eu, Webcam-Ost

Die immer wiederkehrenden Wintereinbrüche setzen sich auch im Mai fort, zumindest oberhalb etwa 900 Meter gab es wieder Neuschnee. An der Lawinenmessstelle am Soin wurde ein Schneezuwachs von 15cm registriert.

Seit gestern wurde das Wetter von einem Tief bestimmt, welches von Italien über die Alpen zog und sich nun über Polen weiter in Richtung Baltische Staaten verlagert. Es brachte am Wochenende bayernweit bis 50 Liter pro Quadratmeter Niederschlag, rund um den Wendelstein wurde an der oberen Firstalm am Spitzingsee mit 33,0 Liter pro Quadratmeter am meisten Niederschlag gemessen. Bei Tagestemperaturen zwischen unter 0°C auf dem Wendelstein und 10°C in Rosenheim blieb es dazu ungemütlich kühl.

Auch in der kommenden Woche bleibt es wechselhaft und auf den Bergen kann es weiterhin immer mal wieder schneien, zudem wird es windig und nur unbedeutend wärmer. Erst zum kommenden Wochenende kippt nach derzeitigen Modellberechnungen die Großwetterlage in Richtung Sommer und die Eisheiligen würden demnach komplett ausfallen. Kurz, es geht vom Winter ohne großen Übergang schnurstracks in den Sommer …

Vollmondaufgang mit Lichtsäule

Lichtsäule am aufgehenden Vollmond. Foto: foto-webcam.eu, Wendelstein-Ost

Heute Morgen war nicht nur Vollmond, sondern auch Supermond. So nennt man den Mond beim erdnächsten Bahnpunkt seines Umlaufs und er erscheint vor allem am Horizont etwas größer (als Vergleich: Das 1-Euro-Stück entspricht im Maßstab etwa dem erdfernsten Mond, das 2-Euro-Stück dem Supermond).

Beim abendlichen Aufgangs des nicht mehr ganz vollen Mondes hielt die Webcam Wendelstein-Ost zudem eine obere Lichtsäule fest. Diese entsteht an winzigen Eiskristallen, die wahrscheinlich aus den tieferen Wolken ausfallen. Wie die Wellen auf einer Wasseroberfläche werfen die Basisflächen der schwebenden Eisplättchen das Licht zurück. Unser Gehirn verbindet die Milliarden von Lichtpunkten zu einer Säule, sowohl im Wasser als auch am Himmel.

Der Frühling kämpft sich aufwärts

Der Frühling kämpft sich immer höher. Quelle: foto-webcam.eu

Nachdem der Wendelsteingipfel nun einige Tage in Wolken gehüllt und immer wieder in die Griffe des Winters geriet, zeigen die heutigen Webcams, dass sich der Frühling zwar langsam, aber stetig nach oben kämpft. Die launischen Aprilrückfälle werden immer kürzer und auch auf dem Gipfel überwiegen mehr und mehr positive Temperaturen.

Die ersten Frühlingsboten auf dem Gipfel sind die Alpenglöckchen. Diese schönen filigranen Blümchen treiben bereits unter dem Schnee aus. Oft schmilzt sich die Blüte schon durch die dünner werdende Schneedecke hindurch und sobald der Schnee weg ist, steht sie in voller Pracht.

Brückenfrühling am Wochenende

Zapfen am Observatorium zeugen vom Kampf der Jahreszeiten. Foto: Claudia Hinz

In den letzten Jahren war typisches Aprilwetter aus der Mode gekommen. Zwar gab es mal kleine Kälterückfälle und selten auch eine kurzzeitige Schneedecke, aber insgesamt waren vor allem die letzten drei April-Monate viel zu warm. Seit 1998 fielen 20 Aprilmonate zu mild aus. In den Supermärkten hat sich deshalb eingebürgert, im April die Grillsaison zu eröffnen.

Das ist in diesem Jahr anders. Immer wieder erreicht uns Kaltluft direkt aus dem Norden und kämpft gegen den Frühling an, der zwischendrin aber immer wieder das Zepter mit voller Macht in die Hand nimmt. So liegen zwischen Grillwetter und Ski fahren oft nur wenige Tage.

Am Wochenende versucht zumindest über der Südhälfte Deutschlands der Frühling einen neuen Vorstoß. Eine Grenzwetterlage trennt nämlich warme Luftmassen über dem Süden von kühlen über dem Norden. So können die Temperaturen am Alpenrand mit Föhnunterstützung bis zu 18°C erreichen, während es im Norden Deutschlands nur knapp über dem Gefrierpunkt bleibt. Wer kann, sollte dieses Traumwetter im Tal genießen, denn in den Bergen liegt noch (bzw. erneut) viel Schnee (Lawinenwarndienst Soin: 1,16m). Und ab Montag kommt weiterer hinzu, denn dann zeigt uns ein erneuter Wintereinbruch die kalte Schulter. April eben, wie er früher einmal war … 😉

Vorsicht vor Osterwanderungen auf den Wendelstein

Osterhase auf dem Wendelstein. Foto: S. Bellinger

Ab Sonntag wird das Wetter wieder besser und viele zieht es hinaus in die Natur. Da in den Tälern schon der Frühling eingezogen ist, machen sich Viele zu einer Bergtour auf. Aber diese ist derzeit noch sehr gefährlich, denn vor allem in Senken liegt noch sehr viel Schnee. Am Soin in 1580 Metern Höhe misst die Bergwacht derzeit noch 1 Meter! Hinzu kommt, dass viele Wegmarkierungen durch den Schnee nicht erkennbar sind, so dass man leicht vom Wege abkommt und sich in unwegsamen Gelände verläuft. Die Bergwacht musste bereits mehrfach ausrücken, um Personen am und rund um den Wendelstein zu retten.

Insofern wünschen wir allen ein gesundes (!) und trotz der Umstände ein wunderschönes besinnliches Osterfest!

Schneeeule auf dem Wendelstein

Schneeeule vor dem Observatorium auf dem Gipfel.

In der letzten Woche gab es auf dem Wendelsteingipfel einen ungewöhnlichen Gast – eine Schneeeule.

Normalerweise liegt der Lebensraum der Schneeeulen nördlich des Polarkreises. In seltenen Fällen, wenn zum Beispiel Nahrungsknappheit in ihrem Lebensraum herrscht, tauchen Schneeeulen auch in Deutschland auf. In diesem Jahr war das der Fall. Nordskandinavische Temperaturen zum Teil unter -30°C und sehr viel Schnee ließen die Schneeeulen flüchten. Da sie der Tarnung wegen Gebiete mit viel Schnee suchen, die zudem sehr ruhig sind, war der Wendelstein wohl in diesem Winter prädestiniert. Die regelmäßigen Warmlufteinschübe mit Tauwetter sorgten zudem für genügend Nahrung für unseren Gast, der sich sichtlich bei uns wohlfühlt.

Ganz in Weiß …

Der Wendelstein im schneeweißen Winterkleid. Foto: Michael Schmuck

Während gestern bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen bis 12°C der Winter im Alpenvorland schon wieder Geschichte ist, erstrahlt der Wendelstein im Nordblick reinweiß.

Michael Schmuck, der gestern von Feldkirchen Westerham dieses schöne Foto gemacht hat, schreibt dazu: „Ach wie tut das gut wenn nach eineinhalb Wochen endlich wieder die Sonne scheint und der blaue Himmel mit den weißen Bergen um die Wette strahlt. Von mir aus kann der Schnee jetzt auch gerne in den Bergen bleiben, aber ab Ostern ist leider noch einiges möglich beim Wetter…“

Denn, wie es heute aussieht, ist der Inhalt des Ostereis nochmals ein Wintereinbruch in den Bergen. Zuvor wird zur Wochenmitte aber auch auf den Gipfeln der zweistellige Temperaturbereich geknackt.

Frühlingsanfang

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Quelle: foto-webcam.eu


Heute Vormittag begann der astronomische Frühling. Das Wetter hält sich jedoch ganz und gar nicht daran. Der Berg präsentiert sich ganztägig bei zweistelligen Minusgraden und der Lawinenwarndienst konnte am Soin mit 1,70m die größte Schneehöhe des ganzen Winters messen. Aber der Frühling kommt kommende Woche mit großen Schritten und wird auch in den Bergen Tauwetter bringen (siehe Vorhersage).