Halos am Wendelstein

Regenbögen kennt sicher jeder, aber Halos sind weitgehend unbekannt, obwohl sie recht häufig auftreten. Im Gegensatz zum Regenbogen entstehen sie nicht an Wassertröpfchen, sondern durch Lichtbrechung an den Eiskristallen hoher Cirruswolken in einer Höhe von 8 bis 12 km. Je nach Kristallart (z.B. Plättchen oder Säulchen) und ihrer Ausrichtung in der Luft sind verschiedene Lichtwege möglich, welche unterschiedliche Haloarten verursachen. Derzeit sind etwa 50 verschiedene Halos bekannt, die hier beschrieben sind. Sind 5 verschiedene Haloarten gleichzeitig zu sehen, spricht man von einem Halophänomen.

Solch ein Halophänomen war am Freitag auf dem Wendelstein zu sehen. Als Vorboten einer Kaltfront zogen Cirren auf, in welchen sich vor allem helle und farbige Nebensonnen links und rechts der Sonne zeigten. Aber auch der 22°-Ring, der obere Berührungsbogen und die beiden selteneren Haloarten Horizontalkreis und Parrybogen zeigten sich beim Aufstieg zum Gipfel.

Fotos: Claudia Hinz

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